Krefeld – „Wir alle haben in Krefeld die Auswirkungen von enormen Regenmassen in den vergangenen Jahren erlebt“, beschreibt KBK-Vorstand Andreas Horster. Im Mai vergangenen Jahres waren zum Beispiel in wenigen Stunden 600 Notrufe aufgrund eines Unwetters in Krefeld abgesetzt worden. Die Feuerwehr benötigte mehrere Tage, um die Schäden zu beseitigen. „Wir können Krefeld vor diesen Ereignissen nicht bewahren, wir können aber unser Kanalnetz so ausbauen, dass die Wohnquartiere durch stehendes Wasser weniger belastet werden“, sagt Andreas Horster. „Die Philadelphiastraße wird dabei zukünftig für die gesamte Innenstadt eine wichtige Rolle spielen.“
400 Kubikmeter mehr Fassungsvermögen im Kanal: KBK reagiert auf Starkregenereignisse
Dafür wird dort der Kanal um ein Vielfaches vergrößert: Bislang betrug der Durchmesser des alten, vorhandenen Mischwasserkanals 40 Zentimeter. Die neuen Rohre verfügen über einen Durchmesser von 160 Zentimetern. Gleichzeitig entstehen zwei technische Steuerbauwerke, mit denen der Wasserabfluss gezielt geregelt werden kann. „Dadurch schaffen wir auf 220 Metern mehr als 400 Kubikmeter zusätzliches Kanalvolumen. So kann deutlich mehr Regenwasser aufgenommen werden“, erklärt der KBK-Vorstand. „Das neue System ist so angelegt, dass das Regenrückhaltebecken am Voltaplatz noch besser genutzt werden kann. Das Wasser wird also außerdem schneller abgeleitet.“
Ausbau des Fernwärmenetzes: Moderne Leitungen werden verlegt
Den Kanalarbeiten schließt sich planmäßig die Verlegung neuer Fernwärmeleitungen im Bereich der Alten Linner Straße und der Kreuzung Schwertstraße an. Die Netzgesellschaft Niederrhein (NGN) investiert hier in ein modernes Leitungssystem. Die Arbeiten sind für 2027/2028 vorgesehen. Die Einbindung der Hauptleitung und der Hausanschlüsse erfolgt außerhalb der Heizperiode, also in den Frühlings- oder Sommermonaten, sodass während der Heizperiode keine temporären Unterbrechungen in der Wärmeversorgung auftreten. Abschließend wird nach den Arbeiten der NGN nach aktueller Planung bis 2029 noch der Straßenbau im letzten Bauabschnitt abgeschlossen werden. Durch die veränderte Gesamtplanung verlängert sich die ursprüngliche Bauzeit der Neugestaltung der Philadelphiastraße.




