Krefelder Segelflieger aus dem Osterfluglager zurück

Von Sonne und Segelflugwetterbedingungen verwöhnt kehrten die Pilotinnen und Piloten des Vereins für Segelflug Krefeld e. V. zum Ende der Osterferien aus ihrem einwöchigen Osterfluglager an den Egelsberg zurück.

Krefeld – Sie waren erneut zu Gast auf dem Flugplatz Celle-Scheunen, der in der südlichen Lüneburger Heide gelegen zu Ostern schon seit einigen Jahren das Ziel ist. Die Bedingungen zu Beginn der Flugsaison und die Infrastruktur sind dort einfach ideal. Zudem ist mit der gastgebenden Flugsportvereinigung Celle Segelfluggruppe e. V. eine schöne Freundschaft entstanden. Kein Wunder also, dass der VfS Krefeld mit großer Gruppe anreiste.

Genau 33 Personen und sieben Segelflugzeuge umfasste die Gruppe aus Krefeld. Vom jüngsten Teilnehmer, Julian (3 Jahre), bis zum Ehrenmitglied Werner Froese (93 Jahre, Krefeld-Traar) waren alle Altersklassen vertreten. Genau diese Mischung macht dieses Fluglager offensichtlich aus und alle kommen auf ihre Kosten. Im Mittelpunkt steht natürlich der Segelflugsport mit all seinen Facetten. Darüber hinaus steht die Gemeinschaft im Vordergrund. Es wird gemeinsam gefrühstückt, geshoppt, Ausflüge gemacht, für ein leckeres Abendessen gekocht, gemeinsam geklönt und gespielt.

Fliegerisch zeigte sich die Südheide in diesem Jahr von ihrer herrlichsten Seite. Viele Sonnenschein, leichte bis starke Thermik und fast immer ein angenehmer Wind führten zu vielen abwechslungsreichen Flugerlebnissen. Insgesamt konnten die Krefelder in Celle 132 Starts an der Winde oder im Eigenstart durchführen. Dabei kamen fast 67 Flugstunden und rund 1.000 Streckenflugkilometer zusammen. Für die vielen mitgereisten Flugschüler/-innen war das ein idealer Start, um zu Beginn der Flugsaison in Übung zu kommen. Jeden Tag standen ein oder zwei ehrenamtliche Fluglehrer zur Verfügung, so dass einige Ausbildungsschritte absolviert werden konnten. Darüber hinaus kamen auch die Strecken und -Genussflieger auf ihre Kosten, denn die wenig besiedelte Heide bietet viel Natur und eine großräumige Landschaft zwischen „Weser“ und „Elbe“ durchzogen von den kleineren Flüssen „Aller“ und „Leine“. Oft kam es vor, dass sich die eleganten Segler in den Aufwinden (also in der Thermik) gemeinsam mit Störchen, Kranichen oder verschiedenen Greifvögeln bis zu 3,5 Meter pro Sekunde in die Höhe kreisten. Oben direkt unter den Cumuluswolken angekommen, folgte meist ein schöner langer Gleitflug bis im nächsten Aufwind das „Spiel“ erneut beginnen konnte. Das ganz vollkommen ökologisch mit reiner Sonnenenergie. Mehrere Hundert Kilometer konnten so zurückgelegt oder einfach in sicherer Flugplatzumgebung die atemberaubende Aussicht genossen werden.

Auch wenn jeder Flugtag immer etwas andere Bedingungen bereit hält, bleiben solche Erlebnisse lange präsent und werden natürlich abends in geselliger Runde mit den anderen Pilotinnen und Piloten geteilt. Die Woche in Celle verging also sprichwörtlich wie im Fluge und war natürlich viel zu kurz. Dafür geht es jetzt wieder mit vollem Elan auf dem heimischen Krefelder Egelsberg weiter und die nächsten Highlights der Flugsaison folgen schon bald. So zum Bespiel der Streckenflugwettbewerb „Rheinglide“, der als erster Teil der diesjährigen „Kappes-Niederrheinmeisterschaft“ vom 14. bis zum 17.05.2026 von beiden Vereinen am Egelsberg ausgerichtet wird.

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