Iserlohn – Bei der diesjährigen Bekanntgabe in der Musikschule Iserlohn, welches Instrument im Mittelpunkt der Festivalwoche stehen werde, war durch die Anwesenheit der bekannten Iserlohner Violinlehrerin Edyta Pietrasch-Szyszko schnell klar, dass es bei den 47. Internationalen Herbsttagen für Musik im September 2026 um die Violine gehen wird. Sie ist nach dem Klavier das zweithäufigste Instrument seit Festivalbeginn 1976; berühmte Sterne am Geigenhimmel von Ruggiero Ricci (1981 und 1995) und Igor Oistrach (1993) bis Guy Braunstein (2015) und Bomsori Kim (2019) sorgten für Begeisterung in „ihren“ Festival-Jahrgängen in Iserlohn. Als Gastkünstlerin konnte für 2026 die Geigerin Lena Neudauer für die Aufgabe als „artist in residence“ gewonnen werden. Sie wird vom 22. bis 27. September alle drei großen Disziplinen der klassischen Musik bestreiten: zu Beginn ein Recital-Konzert (Violine mit Klavier), dann einen dreitägigen Internationalen Meisterkurs für Violine und schließlich die Herausforderung eines Solokonzertes für Violine und mit großem Orchester.
Lena Neudauer wurde schon mit elf Jahren am legendären „Mozarteum“ in Salzburg unterrichtet und erregte internationale Aufmerksamkeit, als sie 15-jährig nicht nur den Leopold-Mozart-Wettbewerb in Augsburg gewann, sondern auch nahezu alle Sonderpreise erhielt. Schon mit 26 Jahren wurde sie zur Professorin für Violine an der Musikhochschule des Saarlandes berufen, bevor sie an die Hochschule in München berufen wurde.
Festivalleiter Paul Breidenstein zeigte sich glücklich über die Zusage des Violine-Stars und freut sich auf die wirkungsvolle Programmwahl der Künstlerin in beiden Konzerten. Beim Abschlusskonzert des Festivals darf für einen Programmpunkt auch das 50-köpfige Musikschulorchester Lena Neudauer begleiten – eine tolle Aufgabe und motivierende Herausforderung für die 12- bis 19-jährigen Orchesterschüler und -schülerinnen. Eine von ihnen ist Katerina Plesiak, die als derzeit beste Geigenschülerin der Musikschule Iserlohn das Solo zu Mozarts Violinkonzert in G-Dur bereits jetzt schon zusammen mit dem Musikschulorchester einübt, und im Mai im Parktheater spielen darf. Sie darf auch als eine von wenigen Iserlohnern am Internationalen Meisterkurs teilnehmen, der größtenteils von Musikstudierenden aus Europa und Übersee bestritten wird. Ihre Lehrerin und Fachbereichsleiterin für Streichinstrumente, Edyta Pietrasch-Szyszko, lobte Fleiß und Begabung der 17-Jährigen und sprühte vor Begeisterung in der Vorfreude auf das Festival: „Das wird ganz vielen jungen Geigentalenten eine besondere Motivation für den Unterricht geben.“
Bürgermeister Michael Joithe betonte, wie wichtig es sei, dass in Iserlohn jungen Menschen solche besonderen Förderchancen geboten werden könnten – und dankte dafür herzlich der Vorsitzenden Kristina Ossenkop des „Freundeskreises der Musikschule“ als Förderverein und den Sponsoren des Festivals wie Iserlohner Unternehmen und der Sparkasse Iserlohn.
Die Termine im Einzelnen:
- Auftaktkonzert „GLANZ der VIOLINE“ (Violine mit Klavier): Dienstag, 22. September 2026, 20 Uhr, Parktheater Iserlohn, Löbbeckesaal (mit Paul Rivinius, Klavier)
- Internationaler Meisterkurs für Violine „LENA NEUDAUER“: 23. bis 25. September 2026, Musikschule Iserlohn
- Konzert der Meisterstudenten: Freitag, 25. September 2026, 20 Uhr, Musikschule Iserlohn
- „Festliches Abschlusskonzert“: Sonntag, 27. September 2026, 11 Uhr, Parktheater Iserlohn mit dem Philharmonischen Orchester Hagen und dem Sinfonieorchester der Musikschule Iserlohn, Gesamtleitung: Sebastian Lang-Lessing, Generalmusikdirektor der Stadt Hagen




