Schwerin – Mit weit über 120 Fotografien stellt der Hannoveraner Fotograf Menschen vor, die an den Küsten und auf den Meeren weltweit ihre teils spektakuläre und nicht ungefährliche Arbeit tun. Die Fischer, Seetangsammler, Leuchtturmwärter, Krabbenfischer, Seacoalers und viele andere prägen seit Jahrhunderten die Küstenstreifen der Erde. Mit ihrer Arbeit haben diese „Arbeiter des Meeres“ auch die Kultur der Meeresregionen gestaltet. Ihre Erlebnisse wurden zum Stoff zahlloser großartiger Romane, Epen, Gedichte und Gemälde.
Die globale Erwärmung, die Verschmutzung der Meere und die industrielle Fischerei haben den Arbeitern der Meere schwer zugesetzt. Vielerorts können sie von ihren Erträgen nicht mehr leben und für viele Männer bedeutet ein Leben am Meer schwere Arbeit in einer dystopischen Hafenindustrie. In den vergangenen 30 Jahren hat Rolf Nobel, geb. 1950, die Menschen an ihren Orten aufgesucht und setzt ihnen mit den 13 Reportagen in Ausstellungen und einem Fotoband ein fotografisches Denkmal.
Rolf Nobel studierte an der HfBK in Hamburg und war in rund 50 Ländern als Reportagefotograf für Magazine wie stern, Geo, das ZEITmagazin, das SZmagazin, die Brigitte und mare tätig. Nach Lehraufträgen in Kiel wurde er im Jahr 2000 Professor für Fotografie an der HAW in Hamburg, wechselte bald an die Fachhochschule Hannover (heute HsH). Hier gründete er das LUMIX Festival für jungen Fotojournalismus und leitete es von 2008 bis 2018. Die Fotogalerie GAF in der Eisfabrik gründete er 2013. Im Jahr 2016 erhielt Rolf Nobel mit dem Dr.-Erich-Salomon-Preis einen der bedeutendsten Fotopreise in Deutschland.
Am Sonntag, dem 8. März wird die Ausstellung „Rolf Nobel. Arbeiter des Meeres“ um 11.30 Uhr im Beisein des Fotografen eröffnet. Der Eintritt zur Vernissage ist frei. Die Ausstellung läuft bis zum 25. Mai 2026 und ist von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 6 Euro/erm. 4 Euro.




