Düsseldorf – Die Arbeitskräftenachfrage ist im Februar gestiegen: Mehr als 1.000 neue Stellen wurden dem Arbeitgeber-Service zur Vermittlung gemeldet. Birgitta Kubsch-von Harten, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Düsseldorf, kommentiert die neuesten Arbeitsmarktzahlen: „Die Düsseldorfer Unternehmen haben der Agentur für Arbeit im Februar mehr als 1.000 neue Arbeitsstellen zur Besetzung gemeldet. Das ist eine gute Nachricht. Der Arbeitgeber-Service und die Arbeitsvermittlung unterstützen mit Beratung und Förderung, damit arbeitslose Menschen von der gestiegenen Arbeitskräftenachfrage in Düsseldorf profitieren.“
Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Düsseldorf
29.458 Arbeitslose waren im Februar bei der Agentur für Arbeit Düsseldorf und im Jobcenter registriert, 148 Menschen mehr als im Januar und 1.124 mehr als im Februar vor einem Jahr. Die Anzahl der arbeitslosen Frauen und Männer lag somit um 0,5 Prozent über der des Vormonats und um 4,0 Prozent über der des Vorjahresmonats. Diese Entwicklung im Februar ist ungünstiger als im Landesdurchschnitt NRW. Die Arbeitslosenquote lag im Berichtsmonat Februar 2026 bei 8,1 Prozent. Zum Vormonat war die Entwicklung unverändert. Im Februar vor einem Jahr hatte die Arbeitslosenquote bei 7,9 Prozent gelegen.
Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit
10.694 Frauen und Männer gelten als langzeitarbeitslos, weil sie ein Jahr oder länger arbeitslos gemeldet sind. Im Vergleich zum Februar im Vorjahr ist das ein Plus von 9,8 Prozent (+954 Personen). Langzeitarbeitslose sind somit die Personengruppe, die am stärksten gewachsen ist. Diese Entwicklung ist auch im NRW-Landesdurchschnitt auffallend hoch.
Jugendarbeitslosigkeit
1.886 Jugendliche unter 25 Jahren waren im Februar arbeitslos gemeldet. Das waren 97 Jugendliche mehr als im Januar (+5,4 Prozent) und 70 mehr als im Februar vor einem Jahr (+3,9 Prozent). Günstiger war die Entwicklung bei den unter 20-Jährigen. Im Vergleich zum Vormonat waren 1,4 Prozent weniger arbeitslos (-5 Personen) und 4,6 Prozent weniger als im Februar vor einem Jahr (-17 Personen). Die Entwicklung bei den unter 20-Jährigen fällt auch im NRW-Vergleich positiver aus.
Birgitta Kubsch-von Harten: „Zuversichtlich stimmt mich die positive Entwicklung bei den unter 20-Jährigen. Jugendarbeitslosigkeit zu verhindern, bedeutet, jungen Menschen einen guten Start ins Berufsleben zu ermöglichen. Insbesondere in Kombination mit einer Ausbildung ist das der beste Schutz vor späterer Arbeitslosigkeit.“
Entwicklungen der Kündigungen und Freisetzungen
Ein genauer Blick auf die Bewegungen am Arbeitsmarkt zeigt: Im Februar meldeten sich 1.869 zuvor erwerbstätige Personen arbeitslos, 8 Personen mehr als vor einem Jahr im Februar (+0,4 Prozent), aber 671 Personen weniger als im Vormonat (-26,4 Prozent). Im Januar ist es üblich, dass sich sehr viele Menschen wegen des Kündigungstermins Ende des Jahres bei der Agentur für Arbeit arbeitslos melden. Dieser saisontypische Effekt ist im Februar nicht mehr spürbar.
Der Arbeitsmarkt ist weiterhin aufnahmefähig
Durch die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten im Februar 1.543 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 82 Personen mehr als im Januar (+5,6 Prozent), aber 59 Personen weniger als im Februar vor einem Jahr (-3,7 Prozent).
Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der Grundsicherung
Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (SGB III) werden von der Agentur für Arbeit ausgezahlt, die Leistungen der Grundsicherung (SGB II) hingegen vom Jobcenter. Aktuell erhalten 11.147 Personen Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (SGB III). Das sind 1,7 Prozent mehr als im Vormonat (+185 Personen) und 6,8 Prozent mehr als im Februar vor einem Jahr (+708 Personen). Grundsicherung gemäß SGB II erhalten im aktuellen Berichtsmonat 18.311 arbeitslose Personen. Hier gab es einen Rückgang von 0,2 Prozent zum Vormonat (-37 Personen) sowie ein Plus von 2,3 Prozent zum Vorjahresmonat (+416 Personen).
Erhöhte Arbeitskräftenachfrage
Die Düsseldorfer Arbeitgeber meldeten der Arbeitsagentur im Februar 1.085 neue Arbeitsstellen. Die Anzahl der neu gemeldeten Stellen lag somit um 37,7 Prozent über der Zahl des Vormonats (+297 Stellen) und um 2,3 Prozent unter der des Vorjahresmonats (-26 Stellen). Die Anzahl der Arbeitsstellen im Bestand stieg im Vergleich zum Januar um 5,8 Prozent oder 233 Stellen auf 4.250. Im Vergleich zum Februar vor einem Jahr gab es einen Stellenrückgang von 14,9 Prozent (-742 Stellen).




