Kreis Steinfurt/Lengerich – Das haben der Jugend- und Familiendienst als Träger, die Stadtverwaltung und das Kreisjugendamt mit Blick auf die aktuellen Anmeldezahlen für die Kindertagesbetreuung in Lengerich gemeinsam entschieden. Diese sind aufgrund geringerer Geburtenzahlen rückläufig.
Für das kommende Kita-Jahr melden weniger Lengericher Familien ihr Kind für einen Platz in der Kindertagesbetreuung an als ursprünglich angenommen. So liegt die Anmeldequote für Zweijährige beispielsweise bei etwa 80 Prozent. Zum laufenden Kita-Jahr waren es noch fast 90 Prozent. Auch für die ab Dreijährigen werden weniger Plätze benötigt, weil die Anzahl von Kindern in dieser Altersgruppe ebenfalls gesunken ist. Aufgrund dieser Entwicklung wird auch die bisher als Übergang gedachte zweigruppige Modulanlage des Trägers Jugend- und Familiendienst zum 31. Juli 2026 nach dreijährigem Bestehen den Betrieb einstellen. Wichtige Botschaft für die Eltern: Die bis dahin dort betreuten Kinder wechseln innerhalb der Kita Weltenbummler in die verbleibenden drei Gruppen. Die neu angemeldeten Kinder bekommen Platzangebote in den anderen örtlichen Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege.
„Wir haben die Stadt und den Jugend- und Familiendienst eng in den Entscheidungsprozess eingebunden. In unseren gemeinsamen Gesprächen hatten beide Seiten Verständnis dafür, dass wir auf die geänderte Situation reagieren müssen“, sagt Florian Dudek, Sachgebietsleiter Kindertagesbetreuung. Das Kreisjugendamt nehme nicht nur in Lengerich, sondern im gesamten Kreisjugendamtsbezirk rückläufige Entwicklungen bei den Anmeldezahlen wahr. In Metelen, Saerbeck und Wettringen seien bereits ähnliche Entscheidungen getroffen worden – auch mit Blick auf den Beschluss des Kreisjugendhilfeausschusses vom 3. Juni 2025, alle Neubauvorhaben kritisch auf ihre Notwendigkeit zu überprüfen, erklärt Kreisjugenddezernentin Roswitha Reckels: „Unsere verantwortungsvolle Aufgabe ist es, die Bedarfsplanung der Kitas auch im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen und gleichzeitig für die Zukunft eine qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte Betreuungsstruktur zu gewährleisten.“




