Ausstellung „IndustrieART-EN“ im Schwelmer Haus Martfeld

Ab Sonntag, 25. Januar 2026, ist die Ausstellung "IndustrieART-EN" im Schwelmer Haus Martfeld zu sehen.

Ennepe-Ruhr-Kreis – Lässt sich Kunst mit der industriellen Gegenwart verbinden? Wie kann es gelingen, Unternehmen mit ihrer Technologie und ihren Mitarbeitenden durch die kreative Handschrift von Künstlern emotional sichtbar zu machen? Diese Fragen haben sich Philip Ian Pearce, Vasilij Plotnikov und Achim Brodde gestellt. Mit ihrer Ausstellung „IndustrieART-EN“ liefert das Trio Antworten.

„Industriekunst im Ruhrgebiet und damit auch im Ennepe-Ruhr-Kreis ist für viele eine Kunstausprägung, die stillgelegte Anlagen einer vergangenen Epoche in den Fokus nimmt. In Fotografien, gemalten Bildern, Skulpturen oder Installationen finden sich stolze Relikte der Industrialisierung wieder“, so Landrat Jan-Christoph Schaberick in seiner Rolle als Schirmherr der Ausstellung. Philip Ian Pearce, Vasilij Plotnikov und Achim Brodde hätten diesen Ansatz aktualisiert, hinter die Tore von aktiven Unternehmen in Breckerfeld, Hattingen, Schwelm und Witten geschaut und interpretierten damit Industrie, Tradition, Innovation und Handwerkskunst auf eine ganz neue Weise.

In die Ausstellung aufgenommen wurden über 60 teils großformatige Fotokunstwerke des Wittener Fotokünstlers Philip Ian Pearce sowie dazu korrespondierende Skulpturen des Bildhauers Vasilij Plotnikov aus Schwarzhofen. Als Dritter im Bunde hat Webdesigner Achim Brodde die Online-Präsentation des Kunstprojektes umgesetzt. Für alle Interessierten eine gute Gelegenheit, vor dem Besuch der Ausstellung Eindrücke zu gewinnen.

„Wir sind den sieben Unternehmen sehr dankbar dafür, dass sie uns ihre Tore geöffnet haben. Zwei Jahre lang war es uns möglich, Menschen bei der Arbeit oder auch technische Perspektiven festzuhalten. Die daraus entstandenen Kunstwerke und Skulpturen liefern eine Vielzahl von besonderen Blicken auf unsere industrielle Gegenwart und Zukunft. Dies ist genau die Ergänzung zu den bisher häufig gemachten Rückblicken und Einblicken auf stillgelegte Industrieanlagen der Region, die wir uns gewünscht haben“, macht Pearce stellvertretend für das Künstlertrio deutlich.

Alle Beteiligten hoffen, mit ihrem ungewöhnlichen Angebot hinter die Tore einiger Unternehmen schauen zu können, auf interessierte Resonanzen zu stoßen. Insbesondere natürlich bei den Menschen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, in deren Lebensumfeld und Nachbarschaft die Firmen zuhause sind und produzieren.

Premiere gefeiert hatte „IndustrieART-EN“ im Haus Kemnade in Hattingen. Dort war die Ausstellung von Oktober bis Anfang Januar zu sehen. Vom Haus Martfeld wandert sie im Mai dann noch weiter ins LWL Museum Zeche Nachtigall in Witten (30. Mai bis 13. September). Jederzeit zu besuchen ist das Projekt online unter www.industrieart-en.de.

xity.de
Nach oben scrollen