Düsseldorf – 60 Jahre EuroShop zeigen vor allem eines: Der Handel erfindet sich immer wieder neu. Und macht deutlich, wie Technologie, Erlebnis, Gastronomie und Nachhaltigkeit zusammenwirken. Künstliche Intelligenz ist dabei das prägende Thema. Sie zieht sich durch alle Bereiche und verändert Prozesse grundlegend. 2026 kein Randthema mehr, sondern Kernstrategie: Nachhaltigkeit! Sie ist nicht nur Imagefaktor, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit.
60 Jahre EuroShop – das bedeutet sechs Jahrzehnte Handelsgeschichte. Als die Messe in den 60er-Jahren startete, ging es vor allem um klassische Kassen und Schaufenster als wichtigste Kommunikationsfläche. Heute, 2026, erleben wir eine völlig andere Dimension des Handels. Die EuroShop zeigt, wie stark sich die Branche verändert hat – und wie rasant dieser Wandel weitergeht.
Künstliche Intelligenz ist dabei das prägende Thema. Sie zieht sich durch alle Bereiche und verändert Prozesse grundlegend. Zum Beispiel beim Einkauf im Supermarkt mit dem Fastlaner, dem intelligenten Einkaufswagen. Stefan Huemer von der Wanzl GmbH erklärt: „Für den Endkunden hat es einfach mehrere Vorteile. Man kann Produktinformationen einholen und sieht dabei die ganze Zeit seinen Warenkorb vor sich. Das heißt, ich weiß auch, wie viel ich wirklich einkaufe, was meine Rabatte sind und wie viel ich bis jetzt schon durch diese gespart habe. Ich muss vor allem nicht noch mal die Ware ausräumen, um diese dann zu scannen, zu bezahlen und dann wieder zurück in den Einkaufswagen zu legen.“
Viele Kunden stresst der Self-Checkout an der Kasse, weil manches noch nicht richtig reibungslos läuft. Auch hier kann KI helfen, wie Nino Hörttrich von der Firma Diebold Nixdorf erklärt: „Wenn ich altersbeschränkte Artikel kaufen möchte am Self-Checkout oder aber auch Artikel, die keinen Barcode haben, bietet unsere KI-Plattform einen sehr guten Ansatz, um diese – wir nennen das ‚Friktion Points‘ – zu lösen.“
Die EuroShop Messe zeigt aber auch: Technologie ist nicht alles. Gerade im stationären Handel entscheidet das Erlebnis. Stores entwickeln sich zu Orten der Begegnung – mit Events, Community-Flächen und interaktiven Formaten. Technik unterstützt dieses Erlebnis – aber sie ersetzt es nicht. 2026 kein Randthema mehr, sondern Kernstrategie: Nachhaltigkeit! Natur-Materialien für die Ausstattung von modernen Ladenflächen, Schaufensterfiguren aus recyceltem Papier und viele Beispiele mehr zeigen: Nachhaltigkeit ist nicht nur Imagefaktor, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit.
Ein weiterer Bereich mit besonders viel Dynamik ist die Handelsgastronomie. Café- und Restaurantkonzepte nutzen den Food-Service als Frequenzbringer. Robotik unterstützt bei Zubereitung und Service, digitale Bestell- und Bezahllösungen sorgen für Tempo und Komfort.



