Düsseldorf – Im vorigen Jahr von Dresden nach Dortmund gezogen suchte er einen neuen Verein. Nach der Teilnahme bei den Weltmeisterschaften 2025 in China sind in diesem Jahr erneut internationale Wettkämpfe das Ziel.
Simon Schubert kam bereits in der letzten Saison zum Bundesstützpunkt nach Dortmund, qualifizierte sich im Zweier für die Weltmeisterschaften, wo er mit Kaspar Virnekäs vom Münchner RC im C-Finale den dritten Platz und damit Platz 15 erreichte. Im Herbst zog er schließlich in eine eigene Wohnung, brachte inzwischen die letzte Prüfung, das 1. Staatsexamen des Grundschullehramts an der TU Dresden, hinter sich. Das Referendariat hat er zunächst hintenangestellt, um sich voll auf das Rudern konzentrieren zu können. „Ich bin jetzt erstmal froh, das 1. Staatsexamen zu haben“, freut sich der 1,98 große Riemer.
RC-Leistungssportvorsitzender Stephan Ertmer ist froh über den Zugang des Dresdners, der über den Kontakt zu RC-Trainer Max Milde zum RCGD kam. „Er war im vorigen Jahr sehr erfolgreich und wir hoffen, ihn langfristig gut unterstützen zu können. Da er am Stützpunkt angegliedert ist, kann er sich gut auf das Rudern konzentrieren. Auf dem Ruderergometer konnte er kürzlich einen neuen Rekord vermelden.“
Im Kreis der 30 Ruderer, die auf einen der 14 Plätze des Team Deutschland-Achter (Achter, Vierer, Zweier) wollen, ging es in die Saison 2026. Hier verpasste Simon Schubert um weniger als eine Zehntelsekunde die vorderen Plätze, die für die Mannschaftsbildung relevant sind. Die Enttäuschung ist da, aber auch der Fokus auf weitere Aufgaben. Die hoch angesehene Henley Royal Regatta ist ein Ziel ebenso wie die Studentenweltmeisterschaften. International erfahren ist er nicht erst seit 2025. Bereits 2020 fuhr er bei den U23-Europameisterschaften (aufgrund der Coronazeit fanden keine Weltmeisterschaften statt) im Zweier auf den vierten Platz. Anschließend ruderte er drei Jahre in Folge bei den U23-Weltmeisterschaften. Zweimal im B-Finale (Zweier, Vierer), im letzten U23-Jahr gewann er Bronze im Achter. „Das war cool, nochmal eine Medaille zu gewinnen“, so Simon Schubert. Der Übergang zum A-Bereich war schwierig, es war genau das Olympia-Jahr, er hatte beim Olympiaausscheid im Zweier das Nachsehen. Er nutze die Zeit um die Inhalte an der Uni aufzuholen. Schon ein Jahr später stieg er in der A-Nationalmannschaft ein. EM, Weltcups, schließlich die WM im Zweier.
Und wie alles ursprünglich mit dem Rudern begann? Simon Schubert hat immer Fußball gespielt. Als er zehn Jahre alt war, war ein Trainer an der Schule, schaute nach sportlichen und auch großen Schülern für das Rudern. „Ich fand es spannend, wollte es unbedingt mal ausprobieren“, erinnert er sich. Er nahm an „Jugend trainiert für Olympia“ und dem Bundeswettbewerb teil. Mit 15 Jahren ging er auf die Sportschule und war am Landesstützpunkt angegliedert. Die Freundschaft zu Max Milde entstand in der Zeit. „Max ist einer meiner besten Freunde, wir sind als Junioren zusammen gerudert.“ Als Junior gewann Simon Schubert Bronze bei den Deutschen U17-Meisterschaften.




