Düsseldorfer EG in Crimmitschau siegreich

Die Düsseldorfer EG hat sich am Karnevalssonntag drei wichtige Punkte gesichert. Bei den Eispiraten Crimmitschau siegte sie nach einem am Ende verrückten Spiel 5:2.

Düsseldorf – Das erste Drittel verlief zunächst relativ unspektakulär. Beide Defensivreihen ließen wenig zu und die Stürmer konnten sich nur selten durchsetzen. Die Hausherren durch Cory Mackin, Tim McGauley und Louis Brune gefährlich, die DEG mit Chancen durch Goldhelm Ture Linden und Kevin Orendorz. Bei einem ersten Powerplay agierten die Rheinländer zu unkonzentriert und verloren zu oft die Scheibe. Die größte Möglichkeit der ersten 20 Minuten bot sich den Westsachsen, als Bednard nach einem Schuss die Scheibe fallen ließ, der Nachschuss aber am rechten Pfosten vorbei rutschte. 40 Sekunden vor der Sirene die DEG nach einem Foul von Simon Thiel in Unterzahl, aber die Düsseldorfer Defensive engagiert und kämpferisch. So ging es mit einem 0:0 in die erste Pause.

Auch das zweite Drittel wurde kein Eishockey-Leckerbissen, jedoch fielen nun Tore. Doch der Reihe nach: Weniger als eine Minute war gespielt – die Eispiraten noch immer in Überzahl – als Wruck halbrechts freigespielt wurde und aus der Halbdistanz ins linke Eck treffen konnte (20:44). Diese Führung beflügelte die Gastgeber, die in den folgenden Minuten das Geschehen bestimmten und mehrmals gefährlich abschließen konnten, aber Bednard und seine Fanghand jederzeit aufmerksam. Die DEG hatte Probleme, einen geregelten Aufbau zu spielen und daraus Torchancen zu kreieren. Immerhin wurde eine weitere Unterzahl überstanden. Erst ab Spielhalbzeit konnten die Gäste verstärkt eigene Akzente setzen. Und es war Kevin Orendorz, der seinen guten Torlauf der vergangenen Spiele fortsetzen konnte: Die DEG #71 traf bei 33:56 aus sieben Metern zum 1:1, die Vorlagen wurden Ture Lindenberger und dem kampfstarken Leon Niederberger gutgeschrieben. Wenig später ein weiteres Powerplay der Gäste, die aber nach nur vier Sekunden nach einem Foul von eben jenem Orendorz beendet wurde. Das Spiel nun intensiver und seiner Bedeutung angemessen. Tore fielen aber nicht mehr, so stand es nach 40 Minuten Unentschieden.

Im Schlussabschnitt überschlugen sich die Ereignisse. Die ersten zehn Minuten brachten noch keine weiteren Treffer, aber dann ging es richtig los. Den Anfang machte Max Balinson in Überzahl – ausgerechnet der in Crimmitschau noch sehr beliebte Ex-Eispirat. Der Verteidiger setzte einen satten Schlagschuss in die Maschen (51:39, Vorlagen Erik Bradford und Max Faber). Anschließend ließen die Düsseldorfer ein Powerplay ungenutzt. So warfen die Gastgeber alles nach vorne und nahmen den Torwart raus. Bei einem Konter erkämpfte sich Bradford die Scheibe und bediente Erik Brown, der ins leere Tor einschob (58:07). Doch damit noch lange nicht genug. Die DEG nun durch zwei Strafen dezimiert, sechs Eispiraten gegen drei DEGler. Doch Ture Linden gewann die Scheibe und erzielte aus der Distanz das 4:1 für seine Farben (58:34, Vorlage Bradford). Doch die Eispiraten blieben dran und erzielten durch Denis Shevyrin den Anschlus (58:58). Immer noch nicht Schluss: Wieder war es Bradford, der sich durchsetzen konnte und das 5:2 für die DEG ins leere Tor erzielte (59:13). Den verrückten Schlusspunkt markierte Brune, der fünf Sekunden vor Schluss noch einmal traf. Fazit: Die DEG gewinnt ein verrücktes Spiel 5:3 in Crimmitschau.

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