Düsseldorf – Aktuell sind 30.115 arbeitslose Frauen und Männer registriert. Positiv zeigt sich die Entwicklung bei den Arbeitsstellen. Allein im August sind 1.344 neu hinzugekommen. „Die Arbeitslosenquote für Düsseldorf liegt – wie in den Vorjahren – im August bei über acht Prozent. Damit ist eingetreten, was wir erwartet hatten: Über die Sommerwochen ist die Arbeitslosigkeit auf 30.115 gemeldete Frauen und Männer gestiegen. Grund hierfür sind neben der angespannten Wirtschaftslage vor allem junge Menschen, deren Ausbildung im Sommer endet. Erfahrungsgemäß finden diese aber schnell eine Anschlussperspektive, da es sich um gefragte Fachkräfte handelt. Üblicherweise ist die Arbeitslosigkeit ab September und bis zum Jahresende wieder rückläufig. Auch für 2026 deuten die Signale in diese Richtung, insbesondere durch den im Vergleich zum August des Vorjahres deutlichen Zugang an neu gemeldeten Arbeitsstellen“, ordnet Birgitta Kubsch-von Harten ein, Leiterin der Agentur für Arbeit in Düsseldorf.
Düsseldorfer Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Zahlen
Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in Düsseldorf entwickelt?
30.115 Arbeitslose waren im August bei der Agentur für Arbeit Düsseldorf und im Jobcenter registriert, 632 Menschen mehr als im Juli und 311 mehr als im August 2025. Die Anzahl der arbeitslosen Frauen und Männer lag damit um 2,1 Prozent über der des Vormonats und um 1,0 Prozent über der des Vorjahresmonats. Die Arbeitslosenquote lag im Berichtsmonat August 2026 bei 8,2 Prozent. Zum Vormonat ist das ein Plus von 0,2 Prozentpunkten. Zum Vorjahresmonat ist die Arbeitslosenquote unverändert.
Welche Veränderungen gibt es bei der Langzeitarbeitslosigkeit?
10.849 Frauen und Männer gelten als langzeitarbeitslos, weil sie ein Jahr oder länger arbeitslos gemeldet sind. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Anzahl der Langzeitarbeitslosen um 1,5 Prozent oder 156 Personen. Gegenüber August 2025 gab es ein Plus von 3,7 Prozent beziehungsweise 391 Personen.
Wie viele Menschen haben sich aus einer Erwerbstätig heraus arbeitslos gemeldet?
Im August wurden 2.215 zuvor erwerbstätige Personen arbeitslos, 174 Personen mehr als vor einem Jahr im August (+8,5 Prozent) und 45 Personen weniger als im Vormonat (-2,0 Prozent).
Wie viele arbeitslose Menschen konnten eine Arbeit aufnehmen?
Durch die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten im August 1.515 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 173 Personen weniger als im Juli (-10,2 Prozent) und 60 Personen mehr als im August vor einem Jahr (+4,1 Prozent).
Wie entwickelte sich die Arbeitslosigkeit getrennt nach Jobcenter und Arbeitsagentur?
Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (SGB III) werden von der Agentur für Arbeit ausgezahlt, die Leistungen der Grundsicherung (SGB II) hingegen vom Jobcenter. Aktuell erhalten 11.636 Personen Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (SGB III). Das sind 4,1 Prozent mehr als im Vormonat (+454 Personen) und 4,7 Prozent mehr als im August vor einem Jahr (+525 Personen). Grundsicherung gemäß SGB II erhalten im aktuellen Berichtsmonat 18.479 arbeitslose Personen. Hier gab es ein Plus zum Vormonat von 1,0 Prozent (+178 Personen) sowie zum Vorjahresmonat ein Minus von 1,1 Prozent (-214 Personen).
Wie stark wurden Arbeitskräfte nachgefragt?
Die Düsseldorfer Arbeitgeber meldeten der Arbeitsagentur im August 1.344 neue Arbeitsstellen. Die Anzahl der neu gemeldeten Stellen lag damit um 12,8 Prozent über der Zahl des Vormonats (+153 Stellen) und um 59,8 Prozent über der des Vorjahresmonats (+503 Stellen). Die Anzahl der Arbeitsstellen im Bestand stieg im Vergleich zum Juli um 1,8 Prozent oder 85 Stellen auf 4.735. Im Vergleich zum August vor einem Jahr gab es einen Anstieg von 11,5 Prozent (+490 Stellen).
Wohin entwickelt sich der Ausbildungsmarkt in diesem Jahr?
Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2025 meldeten sich bei der Agentur für Arbeit Düsseldorf 3.426 Bewerber und Bewerberinnen für Berufsausbildungsstellen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von 44 Bewerberinnen und Bewerbern oder 1,3 Prozent. Zugleich gab es bis August 3.100 Meldungen für betriebliche Ausbildungsstellen, das entspricht einem Minus von 210 Stellen (-6,3 Prozent). Bis August waren 1.119 Bewerber und Bewerberinnen noch unversorgt und 759 Ausbildungsstellen noch unbesetzt.




