Pistorius betont „defensiven Auftrag“ der Fregatte „Hessen“

Vor dem Start der EU-Mission zum Schutz von Handelsschiffen vor Angriffen der Huthi-Miliz im Jemen hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) den "defensiven Auftrag" des Einsatzes betont.

Vor dem Start der EU-Mission zum Schutz von Handelsschiffen vor Angriffen der Huthi-Miliz im Jemen hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) den „defensiven Auftrag“ des Einsatzes betont. Es gehe „nur um Abwehr bei Angriffen von Raketen, Drohnen und anderem“, sagte Pistorius im ZDF-„Morgenmagazin“ am Dienstag beim Besuch der deutschen Fregatte „Hessen“ vor der griechischen Insel Kreta, die an dem Einsatz teilnehmen soll. Angriffe auf das Festland seien nicht geplant.

Der Einsatz sei „nicht zu verwechseln mit dem gemeinsamen Auftrag, den sich Amerikaner und Briten gegeben haben“, sagte Pistorius. Die Nato-Partner beschießen im Rahmen ihrer Mission „Poseidon Archer“ auch Huthi-Stellungen an Land.

Pistorius erklärte weiter, es gehe bei dem Einsatz am Roten Meer, an dem die „Hessen“ gemeinsam mit fünf weiteren Schiffen aus EU-Ländern beteiligt sein wird, „um die Freiheit des Handels (…) und die Sicherheit der Schiffe auf der wichtigsten Handelsroute zwischen Asien und Europa“ sowie um die Sicherheit der internationalen Seefahrt insgesamt. ,Die Besatzung des Schiffes, das derzeit im Mittelmeer auf seinen Einsatz wartet, besteht aus rund rund 240 Soldatinnen und Soldaten. Im Sommer soll die Fregatte „Hessen“ laut Pistorius durch die Fregatte „Hamburg“ abgelöst werden.

Die vom Iran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen greift seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas im Oktober regelmäßig Schiffe im Roten Meer an. Die EU-Außenminister hatten am Montag den Marineeinsatz „Aspides“ zum Schutz der wichtigen Handelsroute endgültig beschlossen. Für die deutsche Beteiligung fehlt nun noch das Bundestagsmandat, über das am Freitag abgestimmt wird. Es sieht eine Obergrenze von bis zu 700 Soldatinnen und Soldaten vor.
© AFP

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