Stadt Münster bekämpft Eichenprozessionsspinner

Die Stadt Münster hat mit der präventiven Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners begonnen.

Münster – Seit Montag, 27. April 2026, werden an ausgewählten Standorten im Stadtgebiet Eichen mit einem mikrobiologischen Mittel behandelt. Ziel ist es, die Ausbreitung der Raupen einzudämmen und gesundheitliche Belastungen zu vermeiden. Der Einsatz dauert – abhängig von der Witterung – voraussichtlich zwei Wochen.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners entwickeln feine Brennhaare, die bei Menschen Hautreizungen und Atemprobleme verursachen können. Die Bekämpfung setzt daher früh an, bevor sich diese Haare in größerer Zahl ausbilden.

Die Sprühbekämpfung erfolgt durch beauftragte Fachunternehmen. Zum Einsatz kommt das mikrobiologische Mittel Foray ES. Der Wirkstoff basiert auf einem natürlichen Bakterium und schädigt gezielt den Darm der Raupen. Es gilt als nicht bienengefährlich und ist für Menschen, Haustiere und die meisten Nützlinge unbedenklich.

„Auch wenn das Mittel als umweltverträglich gilt, greift der Einsatz in natürliche Abläufe ein, da auch einzelne Falterraupen betroffen sein können. Deshalb gehen wir besonders sorgfältig vor“, sagt Andreas Lambert vom Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit.

In sensiblen Bereichen erfolgt die Arbeit mit Hubarbeitsbühnen und Sprühlanzen, um Verwehungen zu vermeiden. In weniger zugänglichen Gebieten, Hecken und Waldrändern kommen Sprühkanonen zum Einsatz. Während der Arbeiten sollte ein direkter Kontakt mit dem Mittel vermieden werden.

Ab Mitte bis Ende Mai werden Nester des Eichenprozessionsspinners durch Absaugverfahren mechanisch entfernt. Die Maßnahme wird erst in diesem Zeitraum durchgeführt, da die markanten Gespinstnester der Raupen dann ausreichend entwickelt und gut zugänglich sind. Mit zunehmender Entwicklung der Raupen steigt zudem das Risiko durch die Brennhaare für den Menschen.

Raupennester an Eichen auf öffentlichen Flächen können über den Mängelmelder der Stadt unter www.stadt-muenster.de/maengelmeldung gemeldet werden. Weitere Informationen zum Eichenprozessionsspinner gibt es online unter www.stadt-muenster.de/gruen/stadtgruen/baeume.

xity.de
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