Energetisches Sanierungskonzept für Kinderhaus West geplant

Die Stadt Münster erhält 193.000 Euro Fördermittel von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), um ein Sanierungskonzept für das Viertel zu entwickeln.

Münster – Dabei sollen Potenziale und Synergien – etwa für Klimaanpassung, effiziente Wärmeversorgung oder energetische Sanierungen – ermittelt werden. Aus den Ergebnissen will die Stadt Maßnahmen ableiten, die Bewohnerinnen und Bewohner, Unternehmen sowie weitere Akteure bei der Umsetzung unterstützen.

„Oft haben Gebäude im selben Quartier ähnliche Voraussetzungen. Wenn wir den Stadtteil in seiner Gesamtheit betrachten, können wir gezielt Lösungen entwickeln, die mehreren Eigentümerinnen und Eigentümern gleichzeitig zugutekommen – beispielsweise bei der Wärmeversorgung. Damit können wir langfristig Kosten senken und das Viertel klimafreundlicher machen“, sagt Thomas Möller, Leiter der Stabsstelle Klima der Stadt Münster.

Hohes Sanierungspotenzial und verlässliche Daten

Kinderhaus West wurde als Pilotquartier ausgewählt, weil es ein hohes Sanierungspotenzial aufweist und verlässliche Daten vorliegen. Grundlage der Entscheidung waren ein verwaltungsinterner Abstimmungsprozess, die kommunale Wärmeplanung und die Stadtklimaanalyse von 2025.

Zunächst betrachtet die Stadt jedoch den gesamten Stadtteil Kinderhaus, um bestehende Strukturen und Zusammenhänge zu erfassen und anschließend das Projektgebiet genau festzulegen. Die Stadt will die Erkenntnisse später auch auf andere Quartiere übertragen.

Sanierung als zentraler Baustein 

Die Gebäudesanierung ist ein zentraler Baustein für Münster auf dem Weg zur Klimastadt. Seit mehreren Jahren bietet die Stadt kostenlose Beratungen und Info-Angebote für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen an. Auch das städtische Förderprogramm „Klimafreundliche Wohngebäude“ unterstützt die energetische Sanierung privater Wohnhäuser.

Die Fördermittel stammen aus dem KfW-Programm 432, das Kommunen bei der Entwicklung von Quartierskonzepten unterstützt. Die Stadt wollte bereits 2023 einen Antrag stellen, musste die Planung aber unterbrechen, als das Programm Ende 2023 gestoppt wurde. Nach Wiederaufnahme des KfW-Programms Ende 2025 reichte die Stadt den Antrag ein und erhielt jetzt die Bewilligung.

Die Kosten der Konzepterstellung werden auf 257.000 Euro geschätzt. Die Stadt Münster trägt dabei einen Eigenanteil von 64.000 Euro. Geplant ist die Fertigstellung bis September 2027.

xity.de
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