Mönchengladbach im Kampf gegen die Asiatische Hornisse

Mit dem Frühling beginnt in der Natur die Fortpflanzungszeit. Das gilt nicht nur für heimische Tiere, sondern auch für eine invasive Art, die seit einigen Jahren immer mehr zum Problem wird: die Asiatische Hornisse.

Mönchengladbach – Die Jungköniginnen beginnen derzeit mit dem Bau ihrer sogenannten Primärnester, in denen sie ihre Völker gründen. Gerade jetzt können Bekämpfungsmaßnahmen deshalb einen effektiven Beitrag zur Eindämmung der Population haben. Die Stadt Mönchengladbach bittet deshalb Bürgerinnen und Bürger, alle Sichtungen der Asiatischen Hornisse über das städtische Portal zu melden.

Die Asiatische Hornisse, in der Fachsprache Vespa Velutina, ist eine invasive Art, die insbesondere für Honigbienen, aber auch für heimische wild lebende Insektenarten eine Gefahr darstellt und sich sehr schnell verbreitet. Sie ist nur ein wenig kleiner als die europäische Hornisse, durch ihre gelben Beine und die insgesamt dunklere Erscheinung aber gut von dieser zu unterscheiden. Zahlreiche Informationen, die bei der Identifizierung helfen, und eine Weiterleitung auf das städtische Meldeportal hat die Stadtverwaltung online unter der Webadresse stadt.mg/asiahornisse bereitgestellt.

Den Bau der Primärnester betreibt die Asiatische Hornisse ab März und bis in den Sommer hinein. Diese Nester können gut bekämpft werden, da sie klein, gut erreichbar und leicht zu beseitigen sind. Zu Beginn haben sie die Größe eines Golfballs, können dann aber auf die Ausmaße eines Handballs heranwachsen. Die, Sekundärnester, die so groß wie ein Medizinball werden können, baut die Asiatische Hornisse ab Juli – häufig in Baumkronen, in 15 bis 30 Metern Höhe. Oftmals werden diese Nester erst ab September mit Beginn des Laubfalls sichtbar. Die massenhafte Verbreitung der Asiatischen Hornisse erfolgt über viele hundert Jungköniginnen, die mit sinkenden Temperaturen das Sekundärnest zum Überwintern verlassen und im folgenden Jahr eigene Völker gründen.

Die Asiatische Hornisse – invasiv, aber weit verbreitet

Seit März 2025 gilt die Asiatische Hornisse als „weit verbreitet“ – und muss damit theoretisch nur noch anlassbezogen durch die Betroffenen selbst bekämpft werden. In Mönchengladbach wird die invasive Art dennoch intensiver denn je bekämpft. Die Grundlage dafür bildet die Zusammenarbeit mit dem Verein „Velutina Netzwerk Niederrhein“, der bei der Entfernung von Sekundärnestern unterstützt. Gerade die Primärnester können Laien unter Beachtung einiger Regeln aber auch gefahrlos selber beseitigen.

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