Mönchengladbach – An den 37 städtischen Grundschulen beginnt für sie die Schulzeit. Die Zahl der Einschulungen liegt damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Zum Beginn des Schuljahres 2026/2027 werden insgesamt 103 Eingangsklassen eingerichtet. 155 Kinder wurden vom Schulbesuch zurückgestellt, 31 Kinder werden vorzeitig eingeschult. Ende Juni waren noch 27 schulpflichtige Kinder mit Wohnsitz in Mönchengladbach nicht an einer Grundschule angemeldet.
48 Kinder mit Wohnsitz in Mönchengladbach besuchen eine Schule außerhalb des Stadtgebiets oder eine nicht städtische Grundschule. Gleichzeitig werden elf Kinder, die nicht in Mönchengladbach gemeldet sind, zum Schuljahresbeginn eine städtische Grundschule besuchen.
Gesamtzahl der Grundschulkinder bleibt auf hohem Niveau
Auch wenn die Zahl der Einschulungen weitgehend konstant bleibt, bewegt sich die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler an den Grundschulen weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Dadurch bleibt die räumliche Auslastung der Schulen groß.
Der steigende Bedarf wird besonders an der Gesamtzahl der Grundschulkinder deutlich: Im Schuljahr 2026/2027 besuchen erstmals seit 22 Jahren wieder mehr als 11.000 Kinder eine Grundschule in Mönchengladbach. Insgesamt werden 11.037 Schülerinnen und Schüler erwartet. Im vergangenen Schuljahr waren es bereits 10.867. Damit wird das ohnehin hohe Niveau nochmals überschritten.
„Die Schaffung und der Erhalt von ausreichend gutem Schulraum ist und bleibt für uns ein zentrales Thema. Die Stadt wächst. Kapazitäten, die in der Vergangenheit aufgrund sinkender Schülerzahlen abgebaut wurden, müssen wir nun mit viel Aufwand wieder herstellen. Hinzu kommt der Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung. Wir müssen in die Gebäude investieren und tun dies bereits an etlichen Standorten“, erläutert der Leiter des Fachbereichs Schule und Sport, Dr. Sascha Derichs.
Einsatz von Klassencontainern
Am Grundschulstandort Venn, der ab dem Schuljahr 2026/2027 den Namen Martinschule trägt, wird zur Einrichtung von vier Eingangsklassen ein Klassencontainer aufgestellt. In den Folgejahren soll der Standort dauerhaft erweitert werden, sodass künftig grundsätzlich vier Eingangsklassen pro Schuljahr eingerichtet werden können.
Personalsituation an den Grundschulen
Die Personalsituation bleibt – wie bereits im vergangenen Schuljahr – angespannt. Dennoch können alle Grundschulen die vorgeschriebene Mindeststundentafel durch ausgeschriebene und besetzte Vertretungsstellen sowie durch Abordnungen und Versetzungen sicherstellen.
An allen Grundschulen unterrichten weiterhin Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger. Dazu zählen unter anderem Lehrkräfte mit einer anderen Lehramtsbefähigung sowie Personen mit einem Hochschulabschluss in einem anderen Fach oder mit einschlägigen pädagogischen Qualifikationen.
OGS- Ausbau schreitet voran
Zum neuen Schuljahr 2026/2027 wird der erste Jahrgang mit einem Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung eingeschult. Dies bringt einen enormen Zuwachs an OGS-Plätzen mit sich.
Die Verwaltung rechnet mit rund 1.300 neu geschaffenen OGS-Plätzen über alle Standorte hinweg. Auch die KGS Annaschule, die bislang noch keinen Offenen Ganztag angeboten hat, richtet zum neuen Schuljahr rund 108 OGS-Plätze ein.
Insgesamt stehen damit im Schuljahr 2026/2027 rund 6.000 OGS-Plätze an den städtischen Grundschulen sowie weitere 140 Plätze an den beiden Förderzentren zur Verfügung (Stichtag 01.03.2026: 5.991 Plätze).
Auch der Ausbau des rhythmisierten Ganztags, bei dem Unterricht und Ganztagsangebote eng miteinander verzahnt sind, wird fortgesetzt.
An der GGS Heyden wird erstmals im dritten Jahrgang eine Ganztagsklasse eingerichtet. Bereits vollständig umgesetzt ist dieses Modell an den Grundschulen Mülfort-Dohr, Waisenhausstraße, der Evangelischen Grundschule Pahlkestraße sowie der Katholischen Grundschule Untereicken. Dort gibt es im Schuljahr 2026/2027 in allen Jahrgängen jeweils eine rhythmisierte Ganztagsklasse.
„Der Rechtsanspruch hat uns – wie viele andere Kommunen auch – vor große Herausforderungen gestellt. Ich freue mich sehr, dass wir diese gemeinsam bewältigen konnten und auch künftig gut aufgestellt sind, um den weiteren Ausbau fortzuführen. Mein Dank gilt allen Beteiligten für ihr großes Engagement“, sagt Oberbürgermeister Felix Heinrichs.
Weiterführende Schulen
Zum Schuljahresbeginn wechseln voraussichtlich 2.470 Schülerinnen und Schüler in die fünften Klassen der weiterführenden Schulen. Im Vorjahr waren es rund 2.381 Kinder.
Noch deutlicher zeigt sich die Entwicklung bei der Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler. Im Schuljahr 2025/2026 besuchten rund 16.700 Kinder und Jugendliche eine weiterführende Schule in Mönchengladbach. Im kommenden Schuljahr werden es voraussichtlich rund 17.300 sein.
Ursache dafür sind zum einen die größeren Grundschuljahrgänge, die nun auf die weiterführenden Schulen wechseln. Zum anderen gibt es an den Gymnasien aufgrund der Rückkehr von G8 zu G9 keinen regulären Abiturjahrgang. Dadurch verlassen deutlich weniger Schülerinnen und Schüler die Schulen, während gleichzeitig neue fünfte Klassen aufgenommen werden. Die Gesamtschülerzahl an den Gymnasien steigt dadurch weiter an. Dieser Trend wird sich voraussichtlich auch in den kommenden Jahren fortsetzen.
Zum Schuljahresbeginn nimmt außerdem die siebte Gesamtschule der Stadt ihren Betrieb auf. An der Gesamtschule Breite Straße werden am 2. September zunächst 108 Schülerinnen und Schüler in einem vollständig ausgestatteten Interimsgebäude ihren ersten Schultag erleben.




