Märkischer Kreis – In einem Abstimmungstermin tauschten sich Vertreter des Märkischen Kreises, der Städte Hemer, Altena, Balve und Neuenrade sowie Träger öffentlicher Belange und Versorgungsunternehmen über den aktuellen Sachstand aus.
Beteiligt waren unter anderem Westnetz, Straßen.NRW, die zuständigen Straßenmeistereien, die Deutsche Telekom sowie weitere Fachbereiche. Ziel des konstruktiven Dialogs war es, den aktuellen Stand der Planungen darzustellen, Schnittstellen rechtzeitig zu klären und das weitere Vorgehen abzustimmen. Der Trassenverlauf der geplanten K11n beginnt an der L 683 südlich von Hemer-Elfenfohren und führt in östlicher Richtung über bestehende Gemeindestraßen bis Balve-Leveringhausen.
Nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens ist der Grunderwerb ein entscheidender Schritt für den weiteren Projektverlauf. Aktuell führt der Märkische Kreis Gespräche mit mehr als 20 Grundstückseigentümern. Nach Abschluss dieser Gespräche kann ein konkreter Baubeginn ins Auge gefasst werden. Aus heutiger Sicht erscheint ein Baubeginn in den Jahren 2027 oder 2028 möglich. Die Bauzeit wird auf rund zwei Jahre geschätzt.
Hintergrund
Mit Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung Arnsberg vom 7. November 2023 ist der Plan für den Neubau der K11n festgestellt worden. Der Beschluss wurde den beteiligten Kommunen Altena, Balve, Hemer und Neuenrade sowie dem Märkischen Kreis zugestellt. Zusätzlich lag der Beschluss mit den planfestgestellten Unterlagen im Zeitraum vom 8. bis 21. Dezember 2023 öffentlich aus. Mit Ablauf der Auslegungsfrist gilt der Planfeststellungsbeschluss allen übrigen Betroffenen als zugestellt. 2015 hatte der Märkische Kreis – in Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW – die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens beantragt.
Der geplante Streckenabschnitt ist derzeit noch Gemeindestraße in den Stadtgebieten Altena, Balve, Hemer und Neuenrade und wird erst nach dem Ausbau zur Kreisstraße aufgestuft. Die Strecke wird bislang als Ausweichroute zur Bundesstraße 229, Landesstraße 698 sowie zur Bundesstraße 515 genutzt und besitzt auch überörtliche Bedeutung.
Lückenschluss Balve-Leveringhausen
Für den Lückenschluss im Bereich Balve-Leveringhausen befindet sich das Projekt derzeit in der sogenannten Variantenplanung. Das bedeutet, dass unterschiedliche mögliche Trassenführungen und Ausbauvarianten geprüft werden. Bewertet werden dabei verkehrliche Auswirkungen, Umweltaspekte, Umsetzbarkeit und Kosten. Erst nach Abschluss dieser Prüfungen kann die weitere Planung konkretisiert werden.



