Kreis Soest: Lokaltreffen setzt Impulse gegen Diskriminierung

13 Schulen aus dem gesamten Kreisgebiet sind der Einladung des Kommunalen Integrationszentrums gefolgt und haben am Lokaltreffen des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" in Geseke teilgenommen.

Kreis Soest – Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Netzwerk-Schulen kamen zusammen, um sich auszutauschen und neue Impulse zu erhalten. „Diskriminierung ist nicht nur unfair, sie ist verletzend und schürt Hass und Hetze. Ihr tragt dazu bei, ein Klima zu schaffen, in der jeder Mensch unabhängig von seiner Herkunft, Aussehen, seines Geschlechts oder seiner sexuellen Orientierung willkommen ist“, betonte Sascha Kudella, Kreisdezernent für Jugend, Bildung und Soziales, in seinem Grußwort zu Beginn der Veranstaltung und wandte sich damit direkt an die anwesenden Schülerinnen und Schüler, die zuvor von Ulrich Ledwinka, Schulleiter des Gymnasiums Antonianum, in der Aula begrüßt wurden. Im Anschluss starteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Workshop-Phasen. Dort setzten sie sich praxisnah und engagiert mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen auseinander.

Thematisiert wurden Zivilcourage im Alltag, Alltagsrassismus im Schulkontext, Coming-Out-Geschichten sowie Fragen rund um Demokratie und gesellschaftliche Verantwortung. Historiker Dr. Hans-Jürgen Zacher sensibilisierte die Jugendlichen für das Thema Antisemitismus und ermutigte, für eine Gesellschaft ohne Ausgrenzung einzutreten. Die Workshops wurden außerdem von der Beratungsstelle Wegweiser, ARIC NRW, SCHLAU Paderborn sowie von der Kreispolizeibehörde Soest gestaltet. Auch Susanne Hegemann, zuständig für Systemberatung Extremismusprävention und Förderung von Demokratiekompetenz beim Kreis Soest, bot in ihrem Workshop den Schülerinnen und Schülern wertvolle Einblicke.

Das Kommunale Integrationszentrum des Kreises organisiert regelmäßig Veranstaltungen im Rahmen des Netzwerks. Ziel ist es, Schulen bei ihrem Engagement gegen Rassismus zu unterstützen und miteinander zu vernetzen. „Wir wollen den Austausch untereinander stärken, voneinander lernen und neue Ideen für das Engagement gegen Ausgrenzung und Diskriminierung entwickeln“, sagt Hella Ruhrmann vom Kommunalen Integrationszentrum, die das Treffen als Regionalkoordinatorin organisiert hat.

Die Lokaltreffen der weiterführenden Schulen finden seit 2016 etwa alle zwei Jahre statt. In diesem Jahr stellte das Gymnasium Antonianum Geseke seine Räumlichkeiten zur Verfügung. Die Organisation vor Ort übernahmen die Lehrkräfte Philipp Eikel und Alexander Baimann in enger Abstimmung mit dem KI. Eingeladen waren alle weiterführenden Schulen des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Teilnehmen konnten je fünf Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren mit einer begleitenden Lehrkraft. Mit dem Treffen setzt das Netzwerk ein weiteres Zeichen für ein respektvolles und couragiertes Handeln im Schulalltag.

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