Borken – Der neue Stein und der bereits 1926 gewidmete historische Findling befinden sich nun beide am Durchgang zur Straße „Am Sengelgraben“. Gemeinsam erinnern sie an die 700- und die 800-Jahr-Feier der Stadt Borken.
„Mit dem neuen Findling schaffen wir eine bleibende Erinnerung an unser 800-jähriges Stadtjubiläum. Zwischen den beiden Steinen liegen genau 100 Jahre Borkener Stadtgeschichte. Gerade deshalb finde ich die Idee, beide miteinander zu verbinden, besonders schön“, betonte Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing bei der Einweihung.
Auch der ältere Findling blickt auf eine besondere Geschichte zurück. Um das Jahr 1925 wurden im Stadtpark mehrere Findlinge als Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs aufgestellt. Da sich die Namen der Gefallenen auf den Steinen jedoch nicht gut lesbar anbringen ließen, entstand bereits 1926 das bis heute bestehende Ehrenmal. Einer der zuvor aufgestellten Findlinge erhielt anschließend eine neue Bedeutung: Mit der Gravur „1226 Stadt Borken 1926“ erinnerte er fortan an die Stadtrechtsverleihung und das damalige 700-jährige Stadtjubiläum.
Mit Blick auf das benachbarte Ehrenmal erinnerte Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing zugleich an die Verantwortung, die sich aus der Geschichte ergibt: „Das Ehrenmal erinnert an die Kriege des vergangenen Jahrhunderts und an deren Opfer. Diese Erinnerung soll uns auch darin bestärken, unsere Zukunft so zu gestalten, dass Demokratie aktiv gelebt, bewahrt und weitergetragen wird.“
Fast 100 Jahre lang stand der historische Jubiläumsfindling eher unauffällig im Bereich des Ehrenmals. Die Anregung, ihn stärker ins Blickfeld zu rücken und ihm zum 800-jährigen Stadtjubiläum einen zweiten Findling an die Seite zu stellen, kam vom Borkener Bürger Jochen Teroerde. Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing dankte ihm bei der Einweihung ausdrücklich für seine Idee und den Anstoß zu dem Projekt.
Unterstützt wurde die Stadt Borken bei der Umsetzung von der Firma Sondermann Natursteine aus Borken. Der städtische Bauhof versetzte den historischen Findling an seinen neuen Standort, stellte den zweiten Stein auf und gestaltete den Bereich durch eine neue Bepflanzung.
Zum Abschluss der Einweihung durchschnitt Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing symbolisch ein rotes Band und übergab den neuen Jubiläumsfindling damit offiziell seiner Bestimmung.
Die beiden Jubiläumsfindlinge haben nun gut sichtbar am Durchgang zur Straße „Am Sengelgraben“ ihren Platz gefunden. Unweit voneinander entfernt erinnern sie an zwei besondere Jubiläen der Borkener Stadtgeschichte und sollen dazu einladen, einen Moment innezuhalten und sich daran zu erinnern, wie viel Geschichte mit der Stadt Borken verbunden ist.




