Netzwerk Frühe Hilfen fördert Angebote in Krefeld

Das Netzwerk Frühe Hilfen der Stadt Krefeld fördert 2026 wie schon im vergangenen Jahr sieben Unterstützungsangebote für werdende und junge Familien.

Krefeld – Dazu stehen dem Fachbereich Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung rund 200.000 Euro zur Verfügung, wovon drei Viertel aus Bundesmitteln stammen. Frühe Hilfen richten sich an angehende Eltern ab der Schwangerschaft und Familien mit Kindern in den ersten drei Jahren. Die niedrigschwelligen Präventivangebote sind grundsätzlich für alle da, gelten im Besonderen aber für Familien in belasteten Lebenslagen.

Das Krefelder Netzwerk Frühe Hilfen ist ein Zusammenschluss aus verschiedenen Trägern, Verbänden, Institutionen sowie den Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe und des Gesundheitswesens. Zentrales Instrument ist eine Steuerungsgruppe, die in quartalsweisen Treffen über aktuelle Bedarfe und Themen berät. Die immer kostenfreien Angebote selbst führen ausnahmslos freie Träger durch. Das Netzwerk koordiniert bei der Stadt Krefeld Sandra Salehin. Interessierte können sie direkt und informell kontaktieren, entweder via E-Mail an sandra.salehin@krefeld.de oder unter Telefon 0 21 51 / 86 33 70. Eine Übersicht aller Angebote samt Kontaktdaten steht online unter https://service.krefeld.de/fruehe-hilfen-netzwerk.

Das sind die vom Netzwerk geförderten Angebote in 2026:

Ein wichtiges Projekt der Frühen Hilfen sind die Familienhebammen des Deutschen Kinderschutzbundes und des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF). Dieses aufsuchende Angebot wendet sich von der Schwangerschaft bis zum ersten Lebensjahr des Kindes an alle Krefelder Eltern in schwierigen Situationen. Familienhebammen betreuen, beraten und begleiten Familien in dieser Phase mit dem Ziel, die Elternrolle von frühauf zu stärken. Ihre Unterstützung geht dabei über die reguläre Hebammentätigkeit hinaus. Sie beantworten Fragen rund um die Schwangerschaft, Geburt sowie Versorgung des Säuglings und vermitteln bedarfsweise zu anderen Hilfsangeboten.

Einmal pro Woche begleitet eine Familienhebamme außerdem die Ausgabe der Willkommenstasche, die der Kinderschutzbund in Krefeld an alle neuen Eltern verteilt. In diesem Rahmen bieten die Fachkräfte direkte, niedrigschwellige Beratungsgespräche an, können Probleme so häufig direkt vor Ort lösen oder einen Hausbesuch vereinbaren. Diese Maßnahme profitiert ebenso von den Fördermitteln für Frühe Hilfen. Darüber hinaus fließt auch der jährliche kommunale Anteil über 50.000 Euro gänzlich in die Finanzierung der Krefelder Familienhebammen. Eltern von Neugeborenen adressiert das Angebot der „Familien Fee“. Hierbei leistet eine ehrenamtliche Person unterstützende Alltagsarbeit insbesondere bei jungen Eltern, denen ein familiäres oder soziales Netzwerk fehlt. Eine Fachkraft des Kinderschutzbundes akquiriert die „Familien Feen“ und koordiniert den Kontakt zu Familien mit entsprechendem Bedarf.

„Geborgen von Anfang an“ heißt die Familiengruppe des Kinderschutzbundes, die sich vor allem um Eltern von Kindern bis drei Jahren in psychosozial belasteten Lebenslagen kümmert. Einmal pro Woche erhalten diese in der Gruppe Tipps und Ratschläge für einen gesunden Familienalltag. Eine ähnliche Zielgruppe verfolgt das Gemeinschaftsprojekt von Caritas und SkF im Café Juwel. Sie organisieren wöchentlich einen offenen Frühstückstreff, der an ein Beratungsangebot gekoppelt ist. Der Sozialdienst katholischer Frauen stellt zudem eine psychosoziale Beratung von schwangeren Frauen und Müttern mit Fluchtgeschichte. Dieses spezialisierte Angebot zielt auf einen kommunikativen Prozess ab, daher werden häufig auch Dolmetscherinnen hinzugezogen. Damit soll die persönliche Situation der Frauen, die häufig auf sich alleine gestellt sind, verbessert und letztlich die Integration erleichtert werden. Das Projekt „Väter-Welten“ des Kinderschutzbundes möchte werdenden und jungen Vätern einen Zugang zu Frühen Hilfen ermöglichen. Die Adressaten sind Männer, denen eine emanzipierte Väterrolle zu entwickeln schwerfällt, sei es aus gesellschaftlichen oder biografischen Gründen. Das offene Angebot für Väter von Kindern bis drei Jahren soll die Bindung zur Tochter oder zum Sohn stärken.

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