Krefelder Haus der Bildung in Berlin vorgestellt

Das 2025 eröffnete Haus der Bildung in Krefeld gilt als innovatives pädagogisches Projekt mit überregionaler Strahlkraft.

Krefeld – Unter dem Dach eines gemeinsamen Familienzentrums hat die Stadt an der Hofstraße eine Kindertageseinrichtung, eine Grundschule, einen Tagespflegestützpunkt sowie eine Sporthalle samt angeschlossener Quartiersgarage errichtet. Die Idee hinter dem Konzept stellten Sonja Pommeranz, Leiterin des Fachbereichs Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung, und Dr. Sabrina Lesch, Leiterin der Koordinierungsstelle für Gemeinwesenarbeit, jetzt bei einer „Round-Table-Diskussion“ im Zentrum für neue Sozialpolitik in Berlin vor.

Im Rahmen der Umsetzung der Europäischen Child Guarantee, einer sozialpolitischen Empfehlung der Europäischen Union, tauschten sich hierbei internationale Expertinnen und Experten zu den Themen Kinderrechte und frühkindliche Bildung aus. Dabei diskutierten die beiden Krefelder Führungskräfte unter anderem mit der ehemaligen bulgarischen Arbeits- und Sozialministerin Ivanka Shalapatova sowie Christian Morabito, einem renommierten Experten für frühkindliche Bildung. Das Zentrum für neue Sozialpolitik versteht sich als gemeinnützige Denkfabrik, die mit ihrer Arbeit soziale Gerechtigkeit, Selbstbestimmung und faire Lebenschancen stärken möchte.

Überregionales Interesse am Haus der Bildung

„Wir freuen uns sehr über das Interesse am Haus der Bildung über Krefelds Stadtgrenzen hinaus. Das Konzept eines integrierten, sozialraumorientierten Bildungs- und Unterstützungsmodells ist hier auf große Resonanz gestoßen“, berichtet Sonja Pommeranz. Zentraler Gedanke sei es dabei, ergänzt Sabrina Lesch, sämtliche Bildungs-, Betreuungs- und Präventionsangebote nicht isoliert nebeneinander zu stellen, sondern strukturell miteinander zu verzahnen. „Wir sind gespannt darauf, was sich aus den vielen neu geknüpften Kontakten in Zukunft auch für unsere Arbeit in Krefeld zum Thema Kinderrechte und frühkindliche Bildung entwickeln kann“, so Lesch.

Das Ziel der Europäischen Child Guarantee ist es, Kinderarmut und soziale Ausgrenzung nachhaltig zu bekämpfen. Dabei soll allen Kinder, insbesondere jenen in benachteiligten Lebenslagen, Zugang zu zentralen gesellschaftlichen Leistungen ermöglicht werden. Die Empfehlung benennt fünf zentrale Leistungsbereiche. Dazu zählen die frühkindliche Bildung und Betreuung, schulische Bildung und ergänzende Bildungsangebote, Gesundheitsversorgung mit einem Schwerpunkt auf Prävention sowie der Zugang zu gesunder Ernährung und angemessenem Wohnraum oder entsprechender Unterstützung.

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