Krefeld startet Umbau des Schinkenplatzes

Der Kommunalbetrieb Krefeld beginnt im Auftrag der Stadt ab dem 4. Mai mit dem Umbau des Schinkenplatzes in unmittelbarer Nähe zur Philadelphiastraße.

Krefeld – Durch die Baumaßnahme wird es zu weiteren Umleitungen und Sperrungen im Kronprinzenquartier kommen. Gleichzeitig entsteht ab dem 1. Mai ein neues Angebot für Feierabendparker. Die Stadt hofft, so die Parksituation entlasten zu können.

Stellplätze an der Luisenstraße 121: Pilotprojekt beginnt

Die Firma Aretz Vermietungen öffnet an der Luisenstraße 121 ab dem 1. Mai ihren Parkplatz für Feierabendparker. Für Anwohner, die im Kronprinzenviertel, also zwischen Uerdinger Straße und Hansastraße sowie Ostwall und Philadelphiastraße wohnen, besteht dann die Möglichkeit, zwischen 17.30 Uhr und 7 Uhr am nächsten Tag hier ihr Auto montags bis freitags abzustellen. An Samstagen, Sonntagen und an Feiertagen ist das Parken rund um die Uhr möglich. Die Kosten für den Stellplatz liegen bei 60 Euro, der Zugang erfolgt mit einer Parkkarte. Vorerst ist eine zweimonatige Testphase mit zehn Parkplätzen vorgesehen, die Verantwortlichen können sich aber vorstellen, perspektivisch weitere Parkplätze zur Verfügung zu stellen.

So wird im Kronprinzenviertel umgeleitet und gesperrt

Fast gleichzeitig werden Umleitungen und Sperrungen im Quartier eingerichtet. Der KBK beginnt am 4. Mai mit dem Umbau des Schinkenplatzes. Die Verantwortlichen arbeiten dabei in verschiedenen Bauabschnitten: Die Verkehrsführung wird je nach Baufortschritt regelmäßig verändert werden. Für die Baumaßnahme werden zwei Einbahnstraßenregelungen im Quartier aufgehoben. Die Alte Linner Straße zwischen Mariannenstraße und Schinkenplatz ist dann in beide Richtungen befahrbar, ebenso die Elisabethstraße zwischen Schinkenplatz und Neue Linner Straße. Um dem entgegenkommenden Verkehr mehr Platz einzuräumen, werden die Parkplätze auf der Elisabethstraße weiter auf die Bordsteine verlegt – so können möglichst viele Parkplätze erhalten bleiben. Auch auf dem ersten Abschnitt der Elisabethstraße, zwischen Schwertstraße und Schinkenplatz gilt während der Bauzeit dieselbe Regelung. Parkplätze verschwinden temporär an einigen Kreuzungsbereichen im Quartier. Um die Durchfahrt für Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge zu gewährleisten, sind hier Sperrungen notwendigen.

Die Verkehrsordnung gilt vorerst bis zum 1. Juni – in dieser Zeit wird im Rahmen des ersten Bauabschnitts der nördliche Teil des Schinkenplatzes umgestaltet. Mit Beginn des zweiten Bauabschnitts wird es neue Regelungen geben. Regelmäßig werden die Verkehrsumleitungen sowie die Verkehrsflüsse beurteilt und gegebenenfalls, auch kurzfristig, Veränderungen vorgenommen. Die Pläne aktualisiert die Stadt fortwährend auf www.krefeld.de/schinkenplatz. Insgesamt ist die Bauzeit mit sieben Monaten geplant.

Das passiert auf dem Schinkenplatz: Mehr Bäume und Aufenthaltsqualität

Durch die Umgestaltung des Platzes sollen wieder ein Treffpunkt im Viertel und gleichzeitig bessere Möglichkeiten zur Ausrichtung von Veranstaltungen im Quartier entstehen. Teil der Planung ist die Schaffung eines Stromanschlusses, der für Veranstaltungen genutzt werden kann. Außerdem bringen zwei Spielgeräte, sechs Fahrradständer und neue Bänke Aufenthaltsqualität. Auch eine Hundekotstation ist geplant. Zusätzlich wird die gesamte Platzfläche durch eine neue Pflastergestaltung aufgewertet. Diese ermöglicht eine bessere Entsiegelung der Platzfläche im Bereich der neuen Baumscheiben. Außerdem sorgt der hellere Platzbelag für eine geringere Hitzeentwicklung. Insgesamt werden zwölf neue Bäume gepflanzt. Neun davon sind für den Schinkenplatz selbst vorgesehen, drei für die angrenzenden Straßen. Sie dienen als „Baumtore“ zur Verkehrsberuhigung: Der Bereich um den Platz wird entschleunigt, gleichzeitig werden Falschparkern weniger Möglichkeiten zum Abstellen ihrer Fahrzeuge gegeben. Die Bäume schaffen gleichzeitig Aufenthaltsqualität. Die Planung ist in Abstimmung mit den Bezirksvorstehern und der Bürgergesellschaft Schinkenplatz entstanden, die die Perspektiven des Viertels eingebracht haben. Die Maßnahme ist Teil des Bund-Länder-Förderprogramms „Stadtumbau West“ beziehungsweise „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Die Kosten sind mit 970.000 Euro angesetzt.

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