Krefeld – Die Eigentümer haben vier Wochen Zeit, ihre Fahrräder zu entfernen. Räder, die nach Ablauf der Frist weiterhin am Standort stehen, werden entsichert und zur Aufbewahrung abtransportiert. Mit dem neuen, rechtlich geprüften Verfahren geht die Stadt Krefeld gezielt gegen Fahrräder vor, die offenbar bewusst im öffentlichen Raum entsorgt wurden. In diesen Fällen kann eine vermutete Eigentumsaufgabe vorliegen. Mit dem neuen Vorgehen verschärft die Stadt den Kurs für Stadtsauberkeit. Weitere Ansätze und Aktionen für mehr Sauberkeit im öffentlichen Raum befinden sich in Vorbereitung.
Das Verfahren bei den defekten Fahrrädern orientiert sich an einem Vorgehen, das auch in anderen Städten bereits erfolgreich angewendet wird. Zunächst wird der Sachverhalt vollständig dokumentiert. Dazu gehören die Erfassung im Fachverfahren, eine Fotodokumentation sowie die polizeiliche Überprüfung der Rahmennummer. Handelt es sich um bereits stark beschädigte Schrottfahrräder, werden diese über das Portal „Maak et“ zur direkten Abholung an den Kommunalbetrieb gemeldet. Hier gilt keine Vierwochenfrist; diese Räder werden zur Markierung mit einer roten Banderole versehen. Als Kennzeichen für ein sogenanntes Schrottfahrrad gelten mehrere Merkmale wie platte oder fehlende Reifen, starke Beschädigungen am Rahmen, am Lenker oder am Sattel sowie eine erkennbare längere Standzeit, etwa durch Verwitterung. Zum Auftakt sind am Donnerstag insgesamt 27 Fahrräder bei einem Rundgang mit einer Banderole markiert worden. Zwölf davon waren so beschädigt, dass sie direkt abtransportiert werden.
Prüfung während der Verwahrung
Während der Verwahrung finden regelmäßige polizeiliche Abfragen statt. Spätestens nach sechs Monaten erfolgt eine abschließende Bewertung. Die Fahrräder werden anschließend entsorgt, an Initiativen zur Reparatur weitergegeben oder versteigert. Durch das mehrstufige Verfahren sollen Eigentumsrechte gewahrt und dauerhaft abgestellte Schrott- und Störfahrräder geordnet aus dem öffentlichen Raum entfernt werden. Neben den regelmäßigen Kontrollen des Kommunalen Ordnungsdienstes sind zusätzliche konzertierte Kontrollaktionen mit dem KBK, GSAK und dem Fundbüro geplant.
Mit der neuen Maßnahme setzt die Stadt ihre Bemühungen für mehr Sauberkeit in Krefeld fort. Der Kommunalbetrieb nimmt wie auch in der Vergangenheit weiterhin Meldungen von Bürgern zu Schrottfahrrädern über das Portal „Maak et“ unter www.kbk-krefeld.de/maak-et entgegen. Auf diesem Wege sind auch in den vergangenen Jahren schon zahlreiche Schrottfahrräder aus dem öffentlichen Raum entsorgt worden.




