Krefeld – Das ist das gemeinsame Ziel von Stadtverwaltung und Kommunalbetrieb Krefeld. Beispielhaft dafür steht eine Grünfläche an der Kempener Straße / Ecke An der Roßmühle in Krefeld-Hüls, auf der im Frühjahr 2025 eine neue Blühwiese angelegt worden ist. Die Anregung für die Gestaltung dieser Fläche war aus der Bezirksvertretung Hüls gekommen. Schon in wenigen Wochen werden dort wieder verschiedene Pflanzen für Farbtupfer im Stadtbild sorgen. Auf der Fläche von rund 350 Quadratmetern wurden zwei Blühstreifen in die bestehende Rasenfläche integriert. Dafür wurde die Grasnarbe entfernt, und im Anschluss wurden Sand und Kompost beigemischt, sodass optimale Bedingungen für die Aussaat heimischer Blühstauden entstanden.
Bereits wenige Monate nach der Aussaat im April 2025 zeigten sich im vergangenen Jahr erste Erfolge: Die Pflanzen haben sich kräftig entwickelt und heben sich deutlich von der Rasenfläche ab. „Künftig wird dieser Bereich nur noch ein- bis zweimal jährlich gemäht, damit Insekten ausreichend Nahrung finden und die Pflanzenstängel zur Eiablage und als Überwinterungsquartier nutzen können“, erklärt Kathrin Gardner, Leiterin des Fachbereichs Umwelt und Verbraucherschutz. Das ausgebrachte Saatgut besteht ausschließlich aus heimischen Pflanzenarten. Sie bieten Insekten eine wertvolle Nahrungsquelle – viele heimische Wildbienenarten sind auf bestimmte Pflanzen spezialisiert. Zu den dort vorkommenden Arten zählen unter anderem Schafgarbe, Kornblume und Wiesenflockenblume. Das Erscheinungsbild der Blühstreifen wird sich im Jahresverlauf immer wieder verändern, da verschiedene Pflanzen zu unterschiedlichen Zeiten blühen.
„Durch die zunehmende Versiegelung gehen Lebensräume für heimische Tiere verloren. Mit Projekten wie der neuen Blühwiese oder den im Spätherbst umgesetzten Staudenbeeten auf drei weiteren öffentlichen Grünflächen leisten wir zusammen mit dem KBK einen aktiven Beitrag zur Förderung der Biodiversität in Krefeld“, betont Kathrin Gardner weiter. „Auf diese Weise entstehen nach und nach sogenannte Trittsteinbiotope, die Insekten, Vögeln und Kleinsäugern als Lebens- und Verbreitungsräume dienen.“ Zur besseren Information der Bürgerinnen und Bürger wird an jeder Blühfläche eine Infotafel aufgestellt. Die Stadt Krefeld plant, die naturnahe Gestaltung und Pflege ihrer Grünflächen gemeinsam mit dem KBK weiter auszubauen. Des Weiteren wurde eine Fledermausstation im Zoo errichtet. Weitere Projekte sollen folgen und als Maßnahmen aus dem städtischen Biodiversitätskonzept abgeleitet werden.




