Drei neue Krefelder Kitas öffnen noch in diesem Jahr

Gleich drei neue Kindertageseinrichtungen (Kitas) in Krefeld nehmen in dieser Zeit ihren Betrieb auf und bieten damit Betreuungsplätze für insgesamt rund 260 Kinder.

Krefeld – Die Kita Randstraße ist bereits seit dem 4. September 2023 teilweise geöffnet, ab November geht sie vollständig in Betrieb. Die von einem Investor errichtete und an einen Träger vermietete Kita Nauenweg soll noch in diesem Jahr eröffnen, in der Kita Weidenröschenweg geht es am 4. Oktober mit drei Gruppen los. Bei einer Pressekonferenz in der kurz vor der Öffnung stehenden Fischelner Kita gaben Oberbürgermeister Frank Meyer, Stadtdirektor Markus Schön, Bau- und Planungsdezernent Marcus Beyer und Rachid Jaghou, Leiter des Zentralen Gebäudemanagements, einen aktuellen Gesamtüberblick über die Betreuungsplatzsituation in Krefeld. Neben den beiden in städtischer Planung errichteten Kitas Randstraße und Weidenröschenweg stellten sie die geplanten Kita-Neubauten bis 2026 vor.

Mehr als 34 Millionen Euro in Kitas investiert

Seit 2019 hat die Stadt mehr als 34 Millionen Euro in Kitas investiert. 41,7 Millionen Euro sollen zusätzlich bis 2027 dazukommen. „Damit haben wir in rund acht Jahren mehr als 76 Millionen Euro in unsere Kitas investiert. Heute stellen wir drei fast abgeschlossene Neubauprojekte vor und richten den Blick auf weitere sieben Kitas, die sich in Krefeld in der Planung befinden“, sagt Oberbürgermeister Frank Meyer. „Wir alle wissen, Krefeld hat im Bereich der Kita-Plätze Nachholbedarf, aber wir nehmen die Herausforderung, neue Plätze zu schaffen, sehr ernst und befinden uns auf einem richtigen Weg“. Dies zeige auch der Zuspruch, den man von Trägern aus der Region erhalte. „Mit allen drei Kitas kommen neue engagierte Träger in die Stadt“, stellt Frank Meyer erfreut fest. Am Weidenröschenweg übernimmt die Pi-Casa Kindertagesstätten GmbH aus Düsseldorf die Trägerschaft, an der Randstraße die Graf Recke Stiftung und am Nauenweg der Dortmunder Träger wert-voll gGmbH.

Fachkräftegewinnung findet auch in der Einrichtung statt

Trotz der Schaffung von insgesamt 540 neuen Kita-Plätzen seit 2020, fehlen stadtweit aktuell rund 1.240 Plätze in Krefeld, so Stadtdirektor Markus Schön. Mit insgesamt zehn neuen Kitas sollen bis 2026 weitere 700 Betreuungsplätze geschaffen werden: Alte Gladbacher Straße (110 Plätze), Bacherhofstraße (20 Plätze), Dürerstraße (50 Plätze), Fischeln Süd/West (100 Plätze), Griesbacher Straße (100 Plätze), Hofstraße (100 Plätze), Kaserne Kempener Allee (100 Plätze), Neuer Weg (Ersatzneubau Breite Straße 30 Plätze), Ritterstraße (20 Plätze), Westparkstraße (70 Plätze). Mit den neuen Kitas errichte die Stadt Gebäude, in denen sich auch optimale Arbeitsbedingungen für das Personal in den Räumen abbilden, so Schön und betont, wie wichtig die räumlichen Gegebenheiten für die Mitarbeitenden seien: „Damit steuern wir als Stadt dem Fachkräftemangel entgegen“, sagt er. „Fachkräftegewinnung findet auch in der Einrichtung statt.“

Größe der Gruppenräume lässt eine flexible Nutzung zu

Den Bau der Kitas am Weidenröschenweg (60 bis 70 Plätze) und an der Randstraße (baugleich mit den Kitas Apellweg und Cäcilienstraße jeweils für 100 Plätze) hat das Zentrale Gebäudemanagement der Stadt selbst verantwortet. Wie alle neu geplanten Kita-Gebäude sind sie lichtdurchflutet. Sie verfügen über großzügige Personalräume, über Gemeinschaftsbereiche, die von allen Kindern genutzt werden können, und eine Mensa. Die Größe der Gruppenräume lässt eine flexible Nutzung zu, sie können für Gruppen mit über Dreijährigen (Ü3) wie auch mit unter Dreijährigen (U3) genutzt werden. Grundsätzlich eingeplante Therapieräume ermöglichen Kindern mit Behinderung oder Kindern, die möglicherweise von einer Behinderung bedroht sind, eine Behandlung vor Ort. Auch die Toiletten- und Waschanlagen sind entsprechend barrierefrei. „Es ist uns gelungen, die Nachhaltigkeitsstandards vollständig umzusetzen“, berichtet außerdem Rachid-Jaghou. „So weisen die neuen Gebäude sehr gute Energiewerte aus“. Zu den energetischen Standards gehören unter anderem die Fassadengestaltung in Holz, die Verwendung von natürlichen Baustoffen, die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung zur Sicherung einer gesunden Raumluftqualität und eine Gebäudehülle im Passivhausstandard.

Für größere Wohngebiete jeweils auch eine Kita vorgesehen

Der ZGM-Leiter gibt außerdem einen Ausblick auf die geplanten Baumaßnahmen bis 2026. Bereits im Bau befindet sich die Kita an der Ritterstraße. Die Bauarbeiten für das „Haus der Bildung“, bei dem neben einer sechszügigen Kita mit zusätzlichem Tagespflegestützpunkt auch eine dreizügige Grundschule entsteht, haben bereits begonnen. Für die Kita Neuer Weg laufen die Ausschreibungen, ebenso laufen die Vorbereitungen für die Ausführungsplanungen und Ausschreibung für eine Einrichtung an der Bacherhofstraße. Für die Kitas an der Dürerstraße, an der Griesbacher Straße und in Fischeln Süd/West haben die Planungen begonnen. „Und wir sind ständig auf der Suche nach weiteren möglichen Kita-Standorten, wo der vorliegende Bebauungsplan eine schnelle Planung ermöglicht“, ergänzt Bau- und Planungsdezernent Marcus Beyer. Im Übrigen seien bei Bebauungsplanvorhaben für größere Wohngebiete jeweils auch eine Kita vorgesehen, so Beyer.

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