Bilderbuchkino für Kinder in Krefelder Gemeinschaftsunterkünften

In Kooperation mit Jugendstil NRW - Kinder- und Jugendliteraturzentrum konnte das Kommunale Integrationszentrum Krefeld (KI) einen unvergesslichen Nachmittag für Krefelder Kinder anbieten.

Krefeld – Das Angebot richtete sich gezielt an schutzsuchende Kinder, die in Krefeld in den Gemeinschaftsunterkünften leben. An jeweils fünf Terminen nahmen zwei Pädagoginnen die Kinder mit auf eine Erlebnisreise zum Mond. Grundlage für das Bilderbuchkino, ein Vorleseabenteuer der besonderen Art, war das mehrfach prämierte und mit dem Lesepreis „LesePeter“ ausgezeichnete Bilderbuch „Ein Ausflug zum Mond“, des amerikanischen Grafikdesigners John Hare. Durch den gekonnt reduzierten Einsatz von Farben und Formen wird die Geschichte von einem Schulkind erzählt, das während eines Schulausflugs zum Mond vergessen wird. Beim Vorlesen betrachten die Kinder die Bilder auf einer Leinwand im Großformat.

Die jungen Zuschauer wurden zum Publikum einer mit Pantomime erzählten Geschichte, da John Hare auf Text größtenteils verzichtet. In der Geschichte schließt das Schulkind, während es darauf wartet, wieder abgeholt zu werden, Bekanntschaft mit den Mondbewohnern und bringt ihnen Farbe in ihr Leben. Dies geschieht in Form von Buntstiften. Alle Ausflügler tragen bei ihrer Mondlandung Astronautenanzüge. Sie können nur in ihrer Größe, Gestik und an kleinen persönlichen Requisiten unterschieden werden. Äußerlichkeiten wie Haarfarbe, Hautfarbe oder Herkunft sind auf dem Mond nicht mehr zu erkennen und unwichtig. Obwohl das Bilderbuch eindeutig in der Zukunft spielt, hat es einen starken realen Lebensbezug zum Alltag der Kinder. Hier wurde anschließend ausführlich und angeregt über die gesehenen Bilder und die entstandenen Geschichten diskutiert.

Bilderbuchkino

Im Anschluss hatten die Kinder die Möglichkeit, ihre Erlebnisse, Vorstellungen und Eindrücke in einem Bastelangebot zu verarbeiten. Während die Kinder fasziniert das Bilderbuchkino verfolgten, hatten die Eltern die Möglichkeit sich mit den Sozialarbeitern des Fachbereichs Migration und Integration auszutauschen. Für alle Beteiligten war es ein unvergesslicher, bunter und abwechslungsreicher Nachmittag.

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