Iserlohn – Nach der Winterpause öffnet das Nadelmuseum am Donnerstag, 2. April (Gründonnerstag), wieder seine Pforten und ist bis Ende Oktober immer donnerstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet – auch am Karfreitag, Ostersamstag und Ostersonntag. Der Eintritt zum Nadelmuseum ist ebenfalls frei.
Das seit 1987 bestehende Nadelmuseum in der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf wurde nach grundlegender Modernisierung und Umgestaltung im Mai 2025 sowohl inhaltlich als auch optisch in völlig überarbeitetem Gewand neu eröffnet. Jahr für Jahr lockt es Tausende Besucher aus dem In- und Ausland ins idyllische Museums- und Künstlerdorf am Baarbach.
An den Medienstationen werden die Erinnerungen von Iserlohner Nadelarbeiterinnen und Fabrikanten lebendig. Sie berichten von Erfindergeist und technischer Raffinesse, von Kinderarbeit und sozialem Elend, von Arbeiterehre, Bürgerstolz und globalen Handelsbeziehungen.
Die Nadelproduktion beginnt in Iserlohn im 18. Jahrhundert, als noch Hunderte von Arbeitsschritten und ungezählte Heimarbeiter nötig waren, bis aus Draht eine Öhrnadel wurde und auf den Messen in Leipzig und Frankfurt gehandelt werden konnte, ehe im Maschinenzeitalter die Dampfmaschinen den Takt der Produktion erhöhen. Im 19. Jahrhundert war schließlich fast die Hälfte der Iserlohner Stadtbevölkerung für die Nadelproduktion tätig, darunter besonders viele Frauen und Kinder. Dies prägte nicht nur die bauliche Stadtentwicklung, sondern auch das soziale Leben der Stadt.




