Iserlohn – Neben zahlreichen Konzerten, Vorspielen und Mitmachangeboten stehen im kommenden Jahr gleich drei besondere Jubiläen im Mittelpunkt. „Junge Musiktalente brauchen regelmäßige Auftrittsmöglichkeiten – auch dann, wenn noch nicht alles perfekt ist“, betont Paul Breidenstein, Leiter der städtischen Musikschule. Klassenvorspiele und Konzerte seien ein unverzichtbarer Bestandteil der musikalischen Ausbildung. „Hier lernen Kinder und Jugendliche nicht nur, vor Publikum aufzutreten, sondern auch andere musikbegeisterte Gleichaltrige kennen. Schon mit kleinen Tönen kann man zu großartiger Musik beitragen – das zeigen die zahlreichen Ensembles der Musikschule immer wieder eindrucksvoll.“
Einen Überblick über die vielfältigen Veranstaltungen bietet der jährlich erscheinende Programmflyer der Musikschule. Aufgeführt sind darin unter anderem die Fachbereichskonzerte der Streicher, Holz- und Blechbläser, der Rock-Pop-Jazz-Abteilung sowie der Tasten- und Zupfinstrumente.
Zu den Höhepunkten des Jahres 2026 zählen die Auftritte der großen Ensembles: Die Big Band der Musikschule lädt am Sonntag, 15. März, unter dem Titel „Big Band Giants“ ins Stenner-Forum (Stennerstraße 5) ein. Das traditionelle Konzert „Swinging Christmas“ findet am Donnerstag, 10. Dezember, in der Friedenskirche Letmathe (Friedensstraße 13) statt und ist seit Jahren ein Publikumsmagnet. Das Sinfonieorchester der Musikschule präsentiert seine Halbjahreskonzerte im Parktheater Iserlohn (Alexanderhöhe 3) sowie in der Johanneskirche (Berliner Platz 10).
Adrian Ebmeyer, stellvertretender Musikschulleiter, stellte zudem die Konzertreihe der Iserlohner Kammerkonzerte vor. Diese bietet an verschiedenen Spielorten in Iserlohn und Letmathe ein abwechslungsreiches Programm. Unter dem Motto „Von Bach bis Hollywood“ stehen unter anderem ein Konzert für Trompete und Orgel, das Programm „Ladies First“ mit Werken von Komponistinnen, Violin-Duos von Klassik bis Latin, Werke für zwei Klaviere sowie eine musikalische Reise durch das Europa des 18. und 19. Jahrhunderts mit Stationen in Leipzig, Wien und Paris auf dem Programm. Ergänzt wird die Reihe durch Konzerte mit Preisträgerinnen und Preisträgern europäischer Wettbewerbe.
Darüber hinaus enthält das Veranstaltungsprogramm die Termine der Wettbewerbs- und Begleitveranstaltungen von „Jugend musiziert“, die „Großen Schnuppertage“ der Musikschule sowie die Internationalen Herbsttage für Musik, die im September stattfinden.
Das Jahr 2026 ist zudem von drei besonderen Jubiläen geprägt: Die Musikschule feiert 50 Jahre am Standort Gartenstraße 39. Das Gebäude steht für Kontinuität, eine speziell auf das Musizieren ausgerichtete Ausstattung und ist für viele Bürgerinnen und Bürger ein fester Identifikationspunkt in der Stadt. Mehrere Generationen haben hier ihre ersten musikalischen Erfahrungen gesammelt.
Ebenfalls gefeiert werden 50 Jahre Weihnachtsmusik der Musikschule. Seit fünf Jahrzehnten lädt die Musikschule am Freitagabend vor Weihnachten zu einem besonderen Konzert ein – bis 2018 im Rathausfoyer, seitdem in der Bauernkirche. Ensembles und herausragende Schülerleistungen sorgen dabei regelmäßig für eine stimmungsvolle Einstimmung auf die Festtage.
Ein weiteres Jubiläum begeht das Unterrichtsfach Musikalische Früherziehung, das ebenfalls seit 50 Jahren besteht. Entstanden im Zuge verstärkter Bemühungen um frühkindliche Förderung, erfreut sich dieses Angebot auch heute noch großer Beliebtheit. Aktuell nehmen rund 170 Kinder daran teil. Aufbauend auf diesem Erfolg wurden ab 2002 Eltern-Kind-Kurse ab dem Krabbelalter eingeführt, die derzeit wöchentlich etwa 350 Teilnehmende erreichen.
Unterstützt werden insbesondere die Angebote für die Jüngsten durch den Freundeskreis der Musikschule. „Wir möchten, dass alle Kinder einen niedrigschwelligen und bezahlbaren Zugang zur Welt der Musik erhalten“, erläutert Kristina Ossenkop, Vorsitzende des Fördervereins. Neben Einzelstipendien werden unter anderem die Musikalische Grundausbildung, die Trommelhorde sowie das Instrumentenkarussell bezuschusst.



