Herten – „Damit verzeichnen wir ein weiteres Jahr mit deutlich gewachsener Nachfrage“, berichtet Michael Lobert, Experte für die Hertener Ladeinfrastruktur im Team Energiedienstleistungen der Stadtwerke. Im Vergleich zum Jahr 2024 ist die Stromabnahme um fast 38 Prozent angestiegen.
Ein Trend der Vorjahre hat sich weiter bestätigt und sogar noch verstärkt: Schnellladestationen verzeichneten 2025 nicht nur die mit Abstand höchsten Stromabnahmen, sondern auch die meisten Ladevorgänge im Stadtgebiet. So sind die beiden 160-kW-Ladepunkte an der Vitusstraße in Hertens Innenstadt mit mehr als 2.600 Ladevorgängen in dieser Kategorie knapp vor der 300-kW-Ladestation an der Herner Straße Spitzenreiter. Die meiste Energie floss wiederum mit ca. 69.000 kWh an der Herner Straße, knapp vor der Station Vitusstraße (64.000 kWh).
„Der Trend kommt nicht überraschend, weil Schnelllade-Technologie bequemer ist und von neuen Automodellen immer öfter unterstützt wird“, erklärt Lobert. Eine kurze Kaffeepause von 15 Minuten ermöglicht im Idealfall bereits das Auftanken von mehreren Hundert Kilometern Reichweite. Das Bezahlen erfolgt im Rahmen eines Autostromvertrags ganz leicht über digitale Zahlungsmittel oder ein intelligentes Ladekabel.
Auch die Gesamtzahl der Ladevorgänge unterstreicht die Entwicklung in Herten: Rund 21.300 Mal wurde im Jahr 2025 ein Elektroauto im öffentlichen Netz aufgetankt, ein Plus von fast 5.000 Ladungen gegenüber 2024. Durchschnittlich wurden dabei knapp 20 Kilowattstunden pro Ladung entnommen. Neu im Ladenetz ist seit Ende 2025 die Station am Sportbad Westerholt. Damit umfasst das von den Hertener Stadtwerken unterhaltene Ladesäulennetz derzeit 43 Ladepunkte an 19 Standorten.




