Essen – Die Veranstaltung findet im Kokskohlenbunker des Ruhr Museums auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein statt. Im Vortrag schildert der Geologe Dirk Kaufmann die Gefahren, die noch heute von den Flözen des Bergbaus im Ruhrgebiet ausgehen und erläutert, wie diese mit modernen Technologien verhindert werden können. Dabei stellt er auch das Projekt VERLAPRO (Verbesserung der Lagerstättenprojektion im Ruhrrevier) vor, welches vom Geologischen Dienst NRW und der Bezirksregierung Arnsberg durchgeführt wird. Ziel des Projekts ist die präzisere Kartierung der Flöze im südlichen Ruhrgebiet durch den Einsatz moderner Technologien. Auf einer Fläche von rund 1.090 km² werden mehr als 5.000 ehemalige Bergbaustätten und zahlreiche Flöze untersucht, um eine belastbare Datengrundlage für ein zukünftiges Risikomanagement im Altbergbau zu schaffen und Tagesbrüche zu verhindern.
Interessierte Gäste erhalten Einblicke in die methodischen Ansätze sowie die praktische Umsetzung des Projekts, das wesentlich zur Vorbereitung eines verbesserten Risikomanagements beiträgt.
Der Vortrag ist Teil der geologischen Vortragsreihe des Ruhr Museums und des GeoParks Ruhrgebiet e. V. in Kooperation mit dem Geologischen Dienst NRW und der Bezirksregierung Arnsberg (Bergbehörde NRW).
Dirk Kaufmann ist Geowissenschaftler beim Geologischen Dienst Nordrhein-Westfalen. Er studierte Geologie an der RWTH Aachen mit den Schwerpunkten Sedimentologie, Erdölgeologie, Hydrogeologie und Angewandte Geophysik. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Interpretation geophysikalischer Bohrloch- und seismischer Daten sowie in der geologischen 3D-Modellierung. Seit 2020 arbeitet er beim Geologischen Dienst NRW, wo er sich insbesondere mit Fragen der Lagerstättenkartierung und -projektion befasst.
Dauer: 1 Stunde.
Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei.
Treffpunkt: Kokskohlenbunker (rechts neben der Rolltreppe des Ruhr Museums) auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein, Gelsenkirchener Str. 181, 45309 Essen.
Anmeldung und Informationen: besucherdienst@ruhrmuseum.de oder montags bis freitags zwischen 9 und 16 Uhr unter 0201.24681 444.




