Stadt Essen bereitet Neubau von zwei Feuerwachen vor

Die Stadt Essen plant zwei neue Feuerwachen: die Wache West-Ergänzung im Nordviertel an der Pferdebahnstraße 48-50 und die Wache Süd an der Ruhrtalstraße 101 in Werden.

Essen – Beide Grundstücke sind derzeit noch bebaut. Deshalb müssen zunächst die bestehenden Gebäude zurückgebaut werden. Der Ausschuss für Recht, öffentliche Sicherheit und Ordnung hat in seiner Sitzung über die geplanten Rückbauarbeiten und das weitere Vorgehen entschieden.

Warum werden die Grundstücke zunächst zurückgebaut?

Die bestehenden Gebäude weisen erhebliche Mängel an der Bausubstanz und der Gebäudetechnik auf. Bei einem Erhalt würden sich die Schäden weiter verschärfen. Damit könnten Standsicherheit und Brandschutz langfristig nicht mehr gewährleistet werden. Auch die Verkehrssicherungspflichten wären gefährdet. Der Rückbau der freigezogenen Gebäude ist deshalb notwendig.

Was ist für die Wache Süd geplant?

Für den Neubau der Wache Süd hat die Stadt Essen das bebaute Grundstück an der Ruhrtalstraße 101 zum 1. Juli 2025 erworben. Der Eigentumsübergang erfolgte am 31. Januar 2026. Das leerstehende Gebäude wurde zunächst mit einem Bauzaun gesichert. Eine Machbarkeitsstudie für den Neubau liegt bereits vor. Einen konkreten Zeitplan für die Umsetzung gibt es derzeit noch nicht. Nach einer ersten groben Kostenannahme von NRW.URBAN belaufen sich die Kosten für den Rückbau der Gebäude und der befestigten Flächen auf rund 522.400 Euro brutto. Für die Rückbaumaßnahme wird eine Projektdauer von 16 Monaten veranschlagt.

Was ist für die Wache West-Ergänzung vorgesehen?

Für die geplante Wache West-Ergänzung sowie ein Technik- und Logistikzentrum hat die Stadt Essen zum 1. Januar 2026 eine insgesamt 21.198 Quadratmeter große Fläche an der Pferdebahnstraße 48-50 erworben. Auf dem Grundstück stehen neun Gebäude. Fünf Gebäudeteile sind derzeit noch bis zum 31. Dezember 2028 vermietet. Eine Machbarkeitsstudie für die geplante Neubebauung liegt ebenfalls vor. Wegen der bestehenden Mietverhältnisse kann die Neubaumaßnahme frühestens 2029 beginnen. Der Rückbau der derzeit nicht vermieteten Gebäude soll bereits vorher erfolgen. Für den ersten Rückbauabschnitt rechnet NRW.URBAN mit Kosten von rund 453.100 Euro brutto. Die Projektdauer wird auf 18 Monate geschätzt. Die übrigen sechs Gebäude sollen nach Ablauf des bestehenden Mietverhältnisses zurückgebaut werden.

Wer übernimmt die Rückbauarbeiten?

Die Stadt Essen beabsichtigt, NRW.URBAN Kommunale Entwicklung GmbH mit dem Projektmanagement für die Rückbaumaßnahmen zu beauftragen. NRW.URBAN soll die Arbeiten aller beteiligten Planungs- und Ausführungsbeteiligten koordinieren und die Gesamtprojektorganisation übernehmen.

Warum braucht Essen neue Feuerwachen?

Die Gutachten zum Brandschutzbedarfsplan, Rettungsdienstbedarfsplan und Katastrophenschutzbedarfsplan sehen eine umfassende Neustrukturierung der Feuerwehr Essen vor. Diese betrifft die Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr und den Rettungsdienst der Stadt Essen. Um die erforderlichen Strukturen künftig umzusetzen, müssen in den kommenden Jahren mehrere Feuerwachen neu errichtet werden. Die geplanten Wachen West-Ergänzung und Süd sind Teil dieses Neustrukturierungsprozesses.

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