Ruhr Museum Essen zieht Bilanz zur Sonderausstellung

Mit großem Erfolg ist die Sonderausstellung „Das Land der tausend Feuer. Industriebilder aus der Sammlung Schönefeld“ im Ruhr Museum zu Ende gegangen.

Essen – Über 50.000 Besucherinnen und Besucher haben die Ausstellung bis zum Abschluss am vergangenen Sonntag besucht. Seit ihrer Eröffnung im April 2025 lud die Ausstellung dazu ein, in die faszinierende Bildwelt der Schwerindustrie einzutauchen. Zechen, Kokereien und Hochöfen, Flammen, Dampf und Rauch – diese Motive prägten über Jahrzehnte nicht nur die Industrielandschaft des Ruhrgebiets, sondern inspirierten auch zahlreiche Künstlerinnen und Künstler seit dem späten 19. Jahrhundert.

Im Mittelpunkt standen 240 ausgewählte Werke aus der Sammlung des Historikers und Kommunikationsfachmanns Ludwig Schönefeld, die ein breites Spektrum künstlerischer Perspektiven auf die Industrie präsentierten: Außen- und Innenansichten von Zechen und Stahlwerken, Landschafts- und Arbeiterdarstellungen sowie Bilder der industriellen Infrastruktur. Die Werke spiegelten dabei ganz unterschiedliche Haltungen wider – von euphorisch und romantisch bis kritisch und ideologisch – und machten deutlich, wie eng die Industriegeschichte mit der regionalen Identität verbunden ist.

Mit der Ausstellung hat Ludwig Schönefeld seine Sammlung in die Obhut des Ruhr Museums übergeben, die langfristig auch in das Eigentum der Stiftung Ruhr Museum übergehen wird. Dies bedeutet eine der größten Sammlungserweiterungen in der Geschichte des Museums. Die Sammlung Ludwig Schönefeld ergänzt die umfangreichen Bestände an Realien und Fotografien des Ruhr Museums zur Industrie- und Sozialgeschichte des Ruhrgebiets um den bisher in den Sammlungen nur marginal vertretenen künstlerischen Blick auf die Industriegeschichte. Sie wird zukünftig im Schaudepot des Ruhr Museums eingelagert. Hier kann sie auf Anfrage besichtigt werden.

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