Essener Umweltpreis und Sonderpreis „Fair Trade“ verliehen

Mit dem diesjährigen Motto 'Essen achtet Wasser' rückt die Stadt ein besonders wichtiges Thema in den Vordergrund: den Schutz der wertvollsten Ressource Wasser.

Essen – „Der Essener Umweltpreis zeichnet Maßnahmen und Projekte aus, die auf vorbildliche Weise zeigen, wie wir in unserer Stadt mit Umwelt- und Klimaschutz umgehen. Dabei geht es nicht nur um große, sondern auch um kleine Schritte, die in ihrer Summe eine große Wirkung entfalten“, sagte Oberbürgermeister Thomas Kufen bei der Preisverleihung. Gemeinsam mit Dr. Peter Güllmann, dem Vorstandssprecher der Bank im Bistum Essen, und Umweltdezernentin Simone Raskob überreichte er die Preise.

Die Stadt Essen verleiht in diesem Jahr zum 16. Mal den Umweltpreis. Der erste Platz, dotiert mit 5.000 Euro, ging für die Umgestaltung eines ehemaligen Klärbeckens zum Wasser- und Feuchtgebiet für Amphibien an die EBE. Aufgrund von Baumaßnahmen am Entwässerungsnetz mussten Amphibien aus dem ehemaligen Belüftungsbecken in das ehemalige Klärbecken umgesiedelt werden. Dieses wurde umgestaltet, bekam einen Flachwasserbereich und bietet nun einen Lebensraum für Vögel, Insekten und eben Amphibien.

Mit dem 2. Platz wurde der Einsatz der Kita St. Augustinus für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz geehrt. Sie zeigten Kindern in dem Workshop „Wasser – eine wertvolle Ressource“ einen achtsamen Umgang mit Wasser, nahmen am Projekt „Gießkannenheld:innen“ teil und stellten Tränken für Vögel und Insekten auf. Belohnt wurde sie mit 3.000 Euro Preisgeld.

Den 3. Platz, dotiert mit 2.000 Euro, belegten die Gartenfreunde Stadtwald, die einen asphaltierten Weg sanierten und den Asphalt durch einen Schotterrasen ersetzten. Verwandelte sich der Weg vorher bei Starkregen regelmäßig in einen Fluss, kann das Wasser nun besser versickern.

Mit dem Umweltpreis 2023 wurden auch drei städtische Kitas mit dem Sonderpreis Fair Trade geehrt. „Der Gedanke des fairen Handels ist eng mit dem Schutz unserer Umwelt verknüpft, denn er fördert eine verantwortungsbewusste und ressourcenschonende Produktion“, so Umweltdezernentin Simone Raskob.

Die Kita Portendieckstraße überzeugte die Jury unter anderem mit dem monatlichen Fair Trade-Mittagessen. Auch an der Fairen Woche der Stadt Essen beteiligte sich die Kita und beschäftigte sich intensiv mit den Produktionswegen von Schokolade. Außer einem fairen Schokokuchen gibt es in der Kita regelmäßig fair gehandelte Lebensmittel sowie saisonale und regionale Produkte. Dafür gab es den 1. Platz und 1.000 Euro.

Die Kita Mölleneystraße hat gesunde Ernährung zu einem ihrer Schwerpunkte gemacht und kauft regelmäßig Obst und Gemüse bei einem Bauernhof in der Nachbarschaft. In der Fairen Woche besuchten die Kinder den Bauernhof und lernten zusätzlich verschiedene Lebensmittel-Siegel kennen. Zwei Wochen lang gab es faires Mittagessen, was mit Platz zwei und 500 Euro belohnt wurde.

Woran man faire Produkte erkennt, lernten die Kinder der Kita Kämpenstraße, die ebenfalls auf Platz 2 landete und 500 Euro erhielt. Die Kinder erfuhren, was regionales, saisonales, faires und Bio-Essen ausmacht. Außerdem erarbeiteten sie eine Speisekarte, gestalteten selbst ein Siegel und schauten sich auf einer Weltkarte die Herkunft von Produkten an.

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