Düsseldorf – Dass auch zunächst unspektakuläre Pfändungen zu guten Ergebnissen führen können, zeigte eine Vollstreckung des Hauptzollamtes Düsseldorf.
Dieses führte im Jahr 2025 eine Pfändung bei einem 69-jährigen Düsseldorfer durch, gegen den noch offene Forderungen vorlagen. Bei der Durchsicht seiner Sachen fanden die Beamten zunächst keine besonderen Dinge, bis sie die Garage betraten. Dort wartete auf sie ein schwarzer Mini Cooper, staubig, aber optisch in einem guten Zustand. Nach Durchsicht der dazugehörigen Unterlagen stellten die Zöllner fest, dass der Wagen noch nie in Deutschland angemeldet gewesen war, sein Leben bisher also in der Garage verbracht hatte. Aufgrund der Tatsachen, dass der Wagen leichten Schimmelbefall im Innenraum aufwies und aufgrund der langen Standzeit nicht fahrbereit war, beliefen sich erste Schätzungen auf einen Wert von lediglich 800 Euro. Doch hier hatte der vollstreckende Beamte ein gutes Gespür und war sich sicher, dass ein deutlich höherer Wert erzielt werden könnte.
Als der „Mini Cooper 35“ – ein Sondermodell zum 35. Jubiläum des Minis, dann auf der Seite der Zoll Auktion veröffentlicht wurde, war der Zulauf enorm. Am Ende konnte schließlich ein Erlös von 15.100 Euro erzielt werden; genug, um die offenen Forderungen des Düsseldorfers zu begleichen. Jeglicher Überschuss, der aus dem Verkauf des Autos resultiert, wird dem Mann im Anschluss natürlich wieder ausgezahlt.




