Düsseldorf – Im Tarifkonflikt für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder sind für den heutigen Mittwoch, 28. Januar 2028, erneut Warnstreiks in Düsseldorf angekündigt. Betroffen sind unter anderem das Universitätsklinikum Düsseldorf sowie die Heinrich-Heine-Universität. Die Gewerkschaften Verdi und GEW wollen mit den Arbeitsniederlegungen den Druck auf die Arbeitgeber weiter erhöhen.
Am Universitätsklinikum Düsseldorf rechnet man im Laufe des Tages mit Einschränkungen im Betrieb. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi sind Beschäftigte aus unterschiedlichen Bereichen zum Streik aufgerufen, darunter Pflegekräfte, Mitarbeitende aus Laboren, Servicebereichen und der Verwaltung. Geplante Eingriffe könnten verschoben werden, für Notfälle soll jedoch eine Notdienstvereinbarung greifen, um die medizinische Versorgung sicherzustellen.
Auch an der Heinrich-Heine-Universität sind heute Warnstreiks geplant. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ruft sowohl Beschäftigte als auch studentische Hilfskräfte zur Arbeitsniederlegung auf. Neben höheren Löhnen im öffentlichen Dienst fordert die GEW erstmals einen eigenen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte. Dieser soll unter anderem einen Stundenlohn von 17 bis 19 Euro, eine Mindestvertragslaufzeit von zwei Jahren sowie mindestens 40 Arbeitsstunden pro Monat vorsehen.
Die Hochschulrektorenkonferenz lehnt diese Forderungen bislang ab. Mit den heutigen Warnstreiks wollen die Gewerkschaften ein Zeichen setzen und Bewegung in die laufenden Tarifverhandlungen bringen. Welche konkreten Auswirkungen es im Tagesverlauf geben wird, bleibt abzuwarten.




