Veranstaltungen in der Zentralbibliothek Düsseldorf

Die Zentralbibliothek Düsseldorf bietet in der kommenden Woche eine Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen an.

Düsseldorf – Die Zentralbibliothek, Konrad-Adenauer-Platz 1, bietet Interessierten in der kommenden Woche von Montag, 19. Januar, bis Sonntag, 25. Januar 2026, unter anderem die folgenden Veranstaltungen an:

Polizeiberatung im KAP1: „Von Internet-Extremismus & Hate Speech“

In der Zentralbibliothek, Konrad-Adenauer-Platz 1, findet am Montag, 19. Januar 2026, eine Polizeiberatung zum Thema „Von Internet-Extremismus & Hate Speech“ statt. Der Vortrag beginnt um 17 Uhr.

Das politische Klima in Deutschland wird immer mehr von extremen Kräften aufgeheizt und viele Themenbereiche, egal ob Klima, Migration oder Kultur werden instrumentalisiert, um radikales Gedankengut zu transportieren. Gerade in den sozialen Medien tummeln sich die unterschiedlichsten Meinungen, Hass und Hetze. Im Vortrag werden unter anderem folgende Fragen beantwortet: Wie geht man mit Social Media Feeds um, die Inhalte verbreiten, die die Grenzen der Menschlichkeit und der Demokratie überschreiten? Wie begegnet man Hass und Hetze im Netz? Wie erkennt man Extremismus und Radikalisierung im Umfeld? Welche strafrechtliche Grundlage besteht bei Hate Speech und Extremismus?

Ein Angebot der Polizei NRW Düsseldorf. Der Eintritt ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

„Frisch gepresst“: Emily Marie Lara – Nowhere Heart Land 

Die Zentralbibliothek, Konrad-Adenauer-Platz 1, lädt am Dienstag, 20. Januar 2026, um 18 Uhr zu einer Lesung von Emily Marie Lara aus ihrem Debütroman „Nowhere Heart Land“ und einem anschließenden Gespräch ein. Die Moderation übernimmt Michael Serrer vom Literaturbüro NRW e. V.

Eine junge Frau wacht mit einem blauen Auge auf. Rosa ist nach vielen Jahren in London zurück in ihrer Heimatstadt und wird verwirrt von Erinnerungen: an ihre Jugend in einem Internat, an ihre jung verstorbene Mutter und an alte Freundinnen, die nicht mehr mit ihr sprechen. Sie wird hin- und hergerissen zwischen Nostalgie und Realität.

Emily Marie Lara (geboren 1993) studierte Germanistik, Romanistik und Kommunikation. Nach Jahren in Großbritannien und Berlin lebt sie wieder in NRW. Tagsüber arbeitet sie in der Medienbranche, nachts schreibt sie im Kerzenlicht und auf Papier.

Der Eintritt ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Literaturbüro NRW e. V. und dem Freundeskreis der Stadtbüchereien Düsseldorf statt.

Musik in der „onlineBibliothek“: Musikvideos

Die Zentralbibliothek, Konrad-Adenauer-Platz 1, lädt am Dienstag, 20. Januar 2026, zu einer Veranstaltung zum Thema Musikvideos im LibaryLab ein. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr.

Aufzeichnungen von Opernaufführungen, Konzerten, Balletten sowie Meisterklassen und Ähnliches, wie zum Beispiel die aktuelle „Traviata“-Produktion aus der Pariser Oper oder die „Meistersinger“ aus Glyndebourne, sind in der „onlineBibliothek“ bei Medici.tv und in der Naxos Video Library zu sehen. Interessierte erfahren, welche Inhalte sie erwarten und wie sie sich im Angebot zurechtfinden. Dazu wird gezeigt, wie die Videos nicht nur am Computer, sondern auch auf dem Fernseher oder Mobilgerät angesehen werden können.

Das Team der Musikbibliothek der Stadtbüchereien Düsseldorf bietet regelmäßig Veranstaltungen an, bei denen das Online-Angebot im Bereich Musik vorgestellt wird. Bei diesen Veranstaltungen geht es sowohl um Inhalt als auch bestmögliche Nutzung des Angebots, weiterhin wird auch der technische Zugang zur „onlineBibliothek“ ausführlich und verständlich erklärt. Es gibt viel Raum und Gelegenheit für Fragen. Mit Bibliothekskarte ist die „onlineBibliothek“ der Stadtbüchereien Düsseldorf kostenlos nutzbar.

Der Eintritt ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

„Ukraine is here“: Vortrag und Diskussion zu Dichter Paul Celan

Die Zentralbibliothek, Konrad-Adenauer-Platz 1, lädt am Donnerstag, 22. Januar 2026, um 18 Uhr zu dem Vortrag mit Diskussion „Paul Celan: Dichter aus Czernowitz“ ein. Die Veranstaltung mit Prof. Dr. Peter Rychlo findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Ukraine is here“ und der Ausstellung zu Vasyl Stus, die bis Freitag, 27. März 2026, im Gerhart-Hauptmann-Haus zu sehen ist, statt.

Der ukrainische Dichter und Dissident Vasyl Stus (1938-1985) und Paul Celan (1920-1970), einer der bedeutendsten deutschsprachigen Lyriker der Nachkriegszeit, haben einiges gemeinsam: Beide gelten als Zeitgenossen, obwohl Vasyl Stus 18 Jahre jünger als Paul Celan war und ihn um 15 Jahre überlebt hat. Beide stammen aus der heutigen Ukraine, Paul Celan wurde in Czernowitz, der Hauptstadt der Bukowina, geboren, Vaysl Stus in Rachniwka, ein Dorf in Podolien. Beide wurden bereits als junge Menschen von totalitären Regimen verfolgt – Paul Celan von den rumänischen Nazischergen, Vasyl Stus von den sowjetischen Geheimdiensten. Beide waren in ihrem Leben sowie in ihrer Dichtung kompromisslos und versuchten, darin neue Wege zu gehen. Beide starben vor ihrem 50. Lebensjahr infolge der physischen und psychischen Nachwirkung ethnischer und politischer Verfolgungen. Beide haben in ihren Gedichten – in unterschiedlichen Kontexten – mehrfach die Ukraine thematisiert. Die bedeutendste Verbindung zwischen den beiden Dichtern ist jedoch die Vermittlung des Werkes von Paul Celan durch Vasyl Stus in die ukrainische Sprache und Kultur. Vaysl Stus ist einer der ersten Entdecker und Übersetzer von Paul Celans Gedichten ins Ukrainische.

Noch zu Lebzeiten Celans las Vasyl Stus Ende der 1960er Jahre zum ersten Mal seine Gedichte in russischen Übersetzungen von Lev Ginsburg, die ihn beeindruckten, aber auch kritische Einwände bei ihm auslösten. Die Entscheidung, sie ins Ukrainische zu übersetzen, fasste er, nachdem er Celans „Todesfuge“ gelesen hatte. Insgesamt übertrug Vasyl Stus Anfang der 1970er Jahre 12 Gedichte Paul Celans in die ukrainische Sprache, die erst ein Vierteljahrhundert später, nach dem Tod beider Dichter, im Rahmen einer mehrbändigen Edition der Stusʼschen Werke veröffentlicht wurden.

Der Vortrag des ukrainischen Literaturwissenschaftlers und Übersetzers, Professor für fremdsprachige Literatur an der Nationalen Jurij-Fedkowytsch-Universität Czernowitz, Petro Rychlo, befasst sich mit dem historischen und biographischen Hintergrund dieser Übersetzungen und analysiert sie im Hinblick auf die übersetzerische Tätigkeit von Vasyl Stus im Vergleich mit den deutschen Originalvorlagen.

Der Vortrag ist eine gemeinsame Veranstaltung der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, der Karl-Arnold-Stiftung, des Generalkonsulats der Ukraine in NRW, der Stadtbüchereien Düsseldorf, des Pilecki-Institut Berlin, der Düsseldorfer Beiträge „Respekt und Mut“, Ridne Slowo e. V., dem Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Düsseldorf–Czernowitz e. V. sowie dem Studyon Institut für Sprache und Interkultur Düsseldorf und Lwiw. Die Veranstaltung wurde kofinanziert durch die Europäische Union.

Der Eintritt zum Vortrag ist kostenfrei.

„ON stage – VR experience“: Musikerlebnis in 3D in der Zentralbibliothek

Die Zentralbibliothek, Konrad-Adenauer-Platz 1, lädt am Samstag, 24. Januar 2026, zu der Eröffnung des Virtual-Reality-Projektes von Björn Sondermann und Jérôme Lozano ins Library Lab ein. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr.

Das Projekt versetzt die Zuschauerinnen und Zuschauer hinein in ein Live-Konzert – mithilfe modernster Virtual-Reality-Technologie. An den VR-Brillen werden eine Auswahl an Videos, die von Jérôme Lozano und Björn Sondermann produziert wurden, präsentiert. Die Videos erzeugen die Illusion, man befinde sich mitten im Geschehen – in einer dreidimensionalen Umgebung. Die Zuschauerinnen und Zuschauer können um sich herum Objekte mit realer Tiefe und Perspektive wahrnehmen, wodurch ein auditives und visuelles Erlebnis erzeugt wird, das den Zuschauenden das Gefühl gibt, selbst mit auf der Bühne zu sein.

Zu der Eröffnung ist eine Anmeldung erforderlich per E-Mail an stadtbuechereien@duesseldorf.de. Nach der Veranstaltung sind die Videos während der Öffnungszeiten der Zentralbibliothek über eine der VR-Brillen zugänglich. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit „ON stage | VR experience“ statt.

Workshop der Wohnschule: „Wohnen mit leichtem Gepäck“

Die Zentralbibliothek, Konrad-Adenauer-Platz 1, lädt am Samstag, 24. Januar 2026, zu einem Workshop der Wohnschule mit dem Titel „Wohnen mit leichtem Gepäck“ ein. Die Veranstaltung findet von 11 bis 15 Uhr im Stadtfenster der Zentralbibliothek statt.

Oft werden die vielen Dinge, die sich im Laufe des Lebens im Zuhause angesammelt haben, zu Ballast. Vor allem dann, wenn man in eine kleinere Wohnung umziehen oder den Haushalt der Eltern auflösen muss, stehen Viele ratlos und – nicht selten überfordert – vor der Frage: Warum fällt das Loslassen so schwer? Im Workshop wird genauer hingeschaut: Hat man alles, was man braucht? Braucht man alles, was man hat? Und: Wohin mit all den Sachen?

Die Wohnschule ist ein vielfältiges Bildungs- und Lernprogramm rund um das Themenfeld Wohnen, Leben und Arbeiten in Nachbarschaft und Quartier. In den Workshops geht es unter anderem um die Herausforderungen des demografischen und gesellschaftlichen Wandels, den Aufbau von Netzwerken und die Förderung von Selbsthilfe und -organisation.

Die Kosten für die Teilnahme am Workshop betragen 20 Euro für Material, Getränke und kulinarische Kostproben. Eine Anmeldung ist erforderlich per E-Mail an info@wohnschule-duesseldorf.de. Eine Veranstaltung des Vereins zur Förderung der Quartierentwicklung e. V. (WQ4).

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