Düsseldorf – Ende des Jahres wurden die Gaslaternen rund um die Straße Am Schabernack bis weiter südlich zur Straße Am Straußenkreuz unter weitestgehendem Erhalt der äußeren Form auf Strombetrieb umgestellt. Jetzt folgt für weitere 316 gasbetriebene Straßenleuchten die Umrüstung auf moderne LED-Technik.
Zunächst werden in den Wohnstraßen nördlich der Schlesischen Straße alle 131 historischen Leuchtenmodelle auf Strombetrieb modernisiert – darunter die Modelle Alt Düsseldorf, Aufsatzleuchte und Reihenleuchte.
Südlich der Schlesischen Straße werden 185 Leuchtenstandorte erneuert. Für den überwiegenden Teil, insgesamt 162 Leuchten, erfolgt dies in den Wohnstraßen unter Erhalt der äußeren Form, vornehmlich in den Modellen Aufsatzleuchte und Reihenleuchte.
In anderen Straßen gibt es unter anderem erhöhte lichttechnische Anforderungen oder es werden die Leuchtentypen vereinheitlicht. Dort werden 23 historische Modelle abgebaut und durch moderne technische Straßenleuchten ersetzt. Dies betrifft in diesem Teil von Eller meist Stichstraßen mit Gewerbeansiedlung oder Abschnitte, die zum Teil schon mit modernen Leuchten bestückt sind wie den südlichen Teil der Festenbergstraße, Cruthovener Straße, Bensheimer Straße, Weinheimer Straße sowie einen Stichweg abgehend von der Ludwigshafener Straße.
Der grundsätzlichen Modernisierung der öffentlichen Beleuchtung hat die für Eller zuständige Bezirksvertretung 8 (Eller, Lierenfeld, Unterbach, Vennhausen) in ihrer Sitzung im November 2025 zugestimmt. In Eller wurde bereits entlang des Wäschlacker Weges sowie angrenzender Straßen eine Musterstrecke mit den ersten Prototypen der Leuchten in LED-Betrieb errichtet. Durch die sich jetzt im Frühjahr 2026 anschließende Umrüstung werden die Arbeiten in diesem Quartier abgeschlossen.
Die Stadtverwaltung verfolgt das Ziel, die Leuchten am bisherigen Standort auszutauschen. Dort, wo ein Standort aus Gründen der Barrierefreiheit, an Einfahrten oder im Parkraum verbessert werden sollte, kann der neue Standort geringfügig vom bisherigen Standort abweichen. Die Finanzierung erfolgt aus dem im Haushalt eingestellten Mitteln für die öffentliche Beleuchtung.
Kohlendioxid-Emissionen deutlich niedriger
Der Energiebedarf verringert sich durch die 316 Leuchten, die in Eller nördlich und südlich der Schlesische Straße von Gas- auf Strombetrieb umgerüstet werden, von etwa 1,44 Gigawattstunden (GWh) auf etwa 0,026 GWh (26.000 Kilowattstunden) pro Jahr. Das entspricht einer jährlichen Ersparnis von rund 1,42 GWh. Trotz schwankender Energiepreise werden alleine durch die in Eller modernisierten Leuchten zukünftig jedes Jahr rund 128.000 Euro an Energiekosten eingespart. Auch die Kohlendioxid-Emissionen verringern sich nach Abschluss der Arbeiten an den 316 Straßenleuchten in Eller um jährlich 274 Tonnen. Durch die Umstellung auf Strombetrieb sollen die jährlichen Unterhaltsmittel um mehr als 85 Prozent gesenkt werden.
Die Arbeiten werden von den Stadtwerken Düsseldorf im Auftrag der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgeführt. Vor dem Baustart werden die Anwohner über die Umrüstung informiert. Dies geschieht vor Ort mit Aufklebern an den Laternenmasten, die erneuert werden müssen. Ein blauer Aufkleber verweist per QR-Code auf weitere Informationen und Hintergründe der Arbeiten und Ansprechpartner. Zudem werden die Menschen vor Ort mittels eines roten Aufklebers gebeten, an die betreffenden Laternen während der Bauphase keine Fahrräder mehr an die betreffenden Masten anzuschließen.
Die Rückmeldungen seitens der Anwohner aus den Gebieten, wo die Umrüstung bereits erfolgt ist, fällt überwiegend und deutlich positiv aus. Die Menschen schätzen die verbesserte Beleuchtungssituation sowie die Energieersparnis bei fast gleichem Straßenbild.
Hintergrund
Grundlage für den Umstieg von Gas auf Strombetrieb ist ein Ratsbeschluss von September 2023, der die Umrüstung fast aller 13.600 Gaslaternen – mit Ausnahme der Gaslaternen im Gartendenkmal Hofgarten – vorsieht. Nach Vorlage der Denkmalrechtlichen Erlaubnis von rund 4.000 Gaslaternen werden diese öffentlichen Beleuchtungsanlagen nun modernisiert.
Die Landeshauptstadt Düsseldorf erwartet durch die umfassende Modernisierung ihrer Straßenbeleuchtung insbesondere einen verbesserten Klimaschutz. Durch die Umrüstung von Gas- auf Strombetrieb lassen sich 98 Prozent der Emissions- und Verbrauchswerte jedes Lichtpunktes einsparen. Gleichzeitig wird das Aufheizen des Stadtklimas reduziert. Die verbesserte Beleuchtungssituation und geringere Störanfälligkeit gegenüber den Gasleuchten bedeuten einen weiteren hohen Mehrwert für die Anwohnerinnen und Anwohner.




