Düsseldorf – Genau so präsentierte das Geschäftsführungsduo Lars Redeligx und Pradeep Pinakatt den Flughafen am Donnerstag, 22. Januar, in der Station Airport. Rund 900 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erlebten einen stimmungsvollen Abend, der den Flughafen widerspiegelte: als wirtschaftlicher Motor für die Region, Verbindung zur Welt und einen emotionalen Ort der Begegnung, der für besondere Momente steht.
Wachstum, Verlässlichkeit und der Anspruch, immer besser zu werden
Mehr als 21 Millionen Passagiere begrüßte der Düsseldorfer Airport im vergangenen Jahr – eine neue Bestmarke seit Corona. Der Sommerflugplan 2025 hat mit neuen Airlines, zusätzlichen Zielen und einem erweiterten Streckennetz die internationale Anbindung Düsseldorfs weiter gestärkt. In den Spitzenzeiten der Sommerreisephase, in denen täglich zehntausende Menschen unterwegs waren, hat der Flughafen stabil und zuverlässig gearbeitet. Gleichzeitig machten die Herbstferien deutlich, wie anspruchsvoll der Betrieb bleibt. Zusätzliche Nachkontrollen aufgrund behördlicher Vorgaben wirkten sich auf die operativen Abläufe aus. Gemeinsam mit seinen Partnern hat der Airport entschlossen gegengesteuert, um seinen Passagieren verlässliche Qualität, auch unter schwierigen Rahmenbedingungen, zu bieten.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller betonte die Bedeutung des Flughafens für die Landeshauptstadt und die Region. Der Flughafen sei weit mehr als Infrastruktur. Er sei ein zentraler Standortfaktor und Tor zur Welt. Seine Leistungsfähigkeit entscheide mit darüber, wie international, wie attraktiv und wie wettbewerbsfähig Düsseldorf sei. Er betonte, dass Verlässlichkeit Vertrauen schaffe und dieses im Bereich Mobilität ein entscheidender Faktor sei.
Klare Erwartungen an die Politik
„Unser Ziel, zu den besten Flughäfen in Europa mit bis zu 30 Millionen Passagieren zu gehören, erreichen wir nicht per Autopilot“, machten Lars Redeligx und Pradeep Pinakatt deutlich. Und weiter: „Das umfassende Qualitätsprogramm ‚Off-Block‘ hat seit 2023 in jedem Jahr mess- und spürbare Fortschritte bei Abfertigung und Passagiererlebnis gebracht.“ Die beiden Geschäftsführer kündigten weitere Verbesserungen bei den Sicherheitskontrollen und bei der Gepäckanlage an, im Zusammenspiel mit Partnern, Behörden und Technik-Dienstleistern.
Verbunden damit war ein klarer Appell: Der Düsseldorfer Airport will noch mehr moderne CT-Technik einsetzen, um die Kontrollen noch effektiver zu gestalten. „Deshalb begrüßen und unterstützen wir die Initiative der Bundespolizei, kurzfristig weitere CT-Geräte am Standort zum Einsatz zu bringen. Wir zählen auf die Unterstützung durch das Bundesinnenministerium, mit dem wir bei vielen Projekten eng zusammenarbeiten. Der Einsatz modernster Sicherheitstechnik am größten Flughafen in NRW sollte für alle Beteiligten eine Top-Priorität sein“, betonte Pradeep Pinakatt.
Lars Redeligx adressierte auch die von der Bundesregierung angekündigte Rücknahme der letzten Erhöhung der Luftverkehrssteuer und wertete dies als wichtiges Signal. „Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit sind jedoch weitere Schritte erforderlich. Von zwei Milliarden Euro Zusatzbelastung des deutschen Luftverkehrs im Vergleich zum europäischen Durchschnitt verbleiben mit der jetzt beschlossenen Absenkung immer noch 1,6 Milliarden. Es braucht daher weitere Entlastungen – bei Steuern und Gebühren sowie durch Bürokratieabbau – damit Flugzeuge nicht vorrangig in anderen europäischen Ländern stationiert werden, sondern in gleichem Maße auch in Deutschland“, erläuterte Lars Redeligx.
Dabei ordnete Lars Redeligx die Rolle des Luftverkehrs auch in der internationalen Perspektive und vor dem Hintergrund der aktuellen weltpolitischen Entwicklungen ein: „Wir leben in herausfordernden Zeiten. Der Übergang zu einer multipolaren Weltordnung geht mit Spannungen und der Verschiebung von Machtgefügen einher.
Und darauf muss die Politik kluge Antworten finden. Eins ist uns aber wichtig: Wenn man an das Nachkriegseuropa denkt, dann entsteht Frieden nicht nur durch Verträge und Handelsabkommen, sondern auch durch Mobilität. Durch Kontakte und Austausch. Deswegen ist Luftverkehr mehr als ein Wirtschaftsfaktor. Er steht für die Verbindung und den Austausch zwischen Menschen und Kulturen und er hält Gesprächskanäle offen. Und das heißt für uns: Jetzt erst recht!“
Für einen erfolgreichen Flughafen braucht es auch eine passende Betriebsgenehmigung. Um die Funktionalität und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu sichern, die rund 20.000 Arbeitsplätze zu erhalten und die Konnektivität der Region zu stärken, hat der Airport wie angekündigt im Dezember vergangenen Jahres einen Anpassungsantrag für das laufende Planfeststellungsverfahren eingereicht. Beide Geschäftsführer betonten, dass der Flughafen keine neue Start- und Landebahn, kein neues Terminal baue. Die vorhandene Infrastruktur solle im Rahmen der heute genehmigten Kapazität nur besser und flexibler genutzt werden. Der Flughafen setzt in seinem Antrag auf smartes Wachstum innerhalb der bereits heute genehmigten Gesamtkapazität und bringt den Betrieb und das Wachstum bestmöglich mit dem Schutz der Anwohner und der Umwelt in Einklang.
Investitionen in das Passagiererlebnis
Der Airport treibt seine Maßnahmen auf dem Weg zur „Destination of Excellence“ konsequent voran. Die Hugo Junkers Lounge und die VIP-Lounge werden derzeit umfassend modernisiert. Mehr Sitzplätze, neue Zonen für Ruhe und Austausch, ein zeitgemäßes Design und eine Terrasse mit Blick auf das Vorfeld werten das Angebot ab Frühjahr 2026 deutlich auf. Auch in der Ankunft setzt der Flughafen neue Akzente. Unter anderem mit Echtzeit-Informationen zur Gepäckausgabe und rheinischen Willkommensgrüßen auf hochauflösenden XXL-Displays. Zudem investiert der Airport einen zweistelligen Millionenbetrag in die Modernisierung von mehr als der Hälfte aller Sanitäranlagen.
Nachhaltige Infrastruktur mit sichtbaren Meilensteinen in 2026
Die nachhaltige Entwicklung des Standorts bleibt ein zentrales Zukunftsthema. Im ersten Halbjahr 2026 geht eine neue Photovoltaikanlage in Betrieb: Mit einer Größe von rund 20 Fußballfeldern, mit 40.000 Modulen und einer Produktionsmenge von über 15 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr. In diesem Zeitraum bezieht die Flughafenfeuerwehr ihre neue Feuerwache. Das Gebäude verbindet moderne Infrastruktur mit einem nachhaltigen Energiekonzept und markiert einen wichtigen Schritt in der Standortentwicklung. Parallel gehen die Vorbereitungen für das neue Tanklager in die nächste Phase. Das Projekt schafft die Voraussetzungen, nachhaltige Flugkraftstoffe stärker in die Versorgung einzubinden und die Logistik perspektivisch auch über die Schiene zu organisieren.
Flughafen zum Anfassen, Engagement für die Region
Bei aller Themenvielfalt setzte der Neujahrsempfang bewusst auch emotionale Akzente. Am Flughafen geht es immer um Menschen. Menschen, die dort arbeiten, die verreisen, die am Standort leben. Der Flughafen verbindet Menschen, fördert Austausch, ist eng mit Stadt und Region verbunden. Er ist ein Teil von Düsseldorf. Das bringt der Airport mit dem Claim „Weil DUS liebst“ zum Ausdruck. „Weil DUS liebst“ ist ein Bekenntnis zum Standort, steht für die Nähe zu Passagieren und Partnern, für das Gemeinschaftsgefühl aller Kolleginnen und Kollegen des Airports. Und für den Anspruch, Momente zu schaffen, die berühren. Die Gäste des Neujahrsempfangs konnten einige dieser besonderen Weil-DUS-liebst-Momente im Rahmen einer Verlosung für den guten Zweck gewinnen: Zum Beispiel einen Besuch in Deutschlands höchstem Tower, eine Schicht mit den Flugzeugenteisern, den Marshallern oder dem Team des Airfield Lightings. Der Erlös in Höhe von 10.000 Euro kommt zu gleichen Teilen drei sozialen Projekten in Düsseldorf zugute.
Vertreter der Stadtgesellschaft und der Branche auf der Gästeliste
Auf der Gästeliste standen unter anderem, neben den bereits genannten: Christof Rasche (Vizepräsident des Landtags des Landes Nordrhein-Westfalen), Mona Neubaur (Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie sowie stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen), Oliver Krischer (Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen), Rolf Tups (Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen Düsseldorf GmbH), Gerhard Schroeder (Geschäftsführer von AviAlliance sowie Mitglied des Aufsichtsrats der Flughafen Düsseldorf GmbH), Yoshitaka Tsunoda (Generalkonsul von Japan), Ladan Amirazizi (Konsulin von Kanada), Dr. Rolf Herpens (Honorarkonsul der Republik Seychellen), Klaus Kirsch (Leiter der Bundespolizeiinspektion Flughafen Düsseldorf), Christiane Oxenfort (Intendantin Düsseldorf Festival), Reinhard Müller (Vorstand EUREF AG), Alex Jobst (CEO Fortuna Düsseldorf), Markus Bangen (CEO duisport Duisburger Hafen AG), Dirk Opalka (Geschäftsführer Initiativkreis Ruhr GmbH), Walter Seib (CEO Avolta Northern, Central & Eastern Europe), Jörn Niewiadomsky (CEO von Casualfood), Jochen Peter Halfmann (Geschäftsführer Lagardère Travel Retail Deutschland GmbH), Johannes Winkel MdB (CDU), Marcel Hafke MdL (FDP), Gordan Dudas MdL (SPD), Stefan Engstfeld MdL (Grüne), Alexander Vogt MdL (SPD), Christian Pakusch (Bürgermeister der Stadt Willich, CDU), Cornelia Zuschke (Beigeordnete Stadt Düsseldorf), Jost Lammers (CEO München Airport und Präsident ACI World), Edi Wolfensberger (COO Eurowings), Peter Glade (CCO TUI Airline), Yildiray Karaer (CEO Corendon Airlines), Frank Theobald (CEO Klüh), Carmen Ruck (Managing Director WISAG Aviation Service Holding SE), Dieter Rolf Streuli (CEO Airline Assistance Switzerland AG, AAS Deutschland GmbH) oder Cüneyt Gökcöl (Group COO AXS, CEO AAS, COO Airline Assistance Switzerland AG), Julien Mounier (CEO Stadtwerke Düsseldorf), Wolfram Diener (CEO Messe Düsseldorf).




