Düsseldorf – Punkt 11 Uhr löste das Land über das modulare Warnsystem zentral einen Probealarm aus. Dabei wurden Warn-Apps, Cell Broadcast sowie digitale Werbetafeln aktiviert. Parallel dazu löste die Feuerwehr Düsseldorf die 97 Sirenenanlagen der Landeshauptstadt mit dem Signal „Entwarnung“, einem einminütigen Dauerton, aus.
Um 11.06 Uhr folgte das Signal „Warnung“, ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton. Dieses Signal fordert die Bevölkerung im Ernstfall dazu auf, sich schnellstmöglich über weitere Kanäle zu informieren. Um 11.12 Uhr endete der Sirenenprobealarm mit einer erneuten „Entwarnung“.
Nach aktuellem Stand funktionierten alle Sirenenanlagen ordnungsgemäß. Auch in diesem Jahr erhielt die Feuerwehr zahlreiche Rückmeldungen aus der Bevölkerung mit konstruktivem Feedback. Diese Hinweise werden nun ausgewertet und in die kontinuierliche Weiterentwicklung des Warnprozesses einbezogen.
Mit etwa 780 Rückmeldungen, die bis zum Mittag bei der Feuerwehr eingingen, kamen in diesem Jahr deutlich mehr Rückmeldungen aus der Düsseldorfer Bevölkerung. Beim vorherigen landesweiten Warntag waren insgesamt 120 Rückmeldungen eingegangen. Besonders beim Ausbau der Sirenenwarnsysteme sind Hinweise aus der Bevölkerung für die Feuerwehr wichtig.
„Die Unterstützung aus der Bevölkerung war auch in diesem Jahr wieder ein Erfolg“, berichtet Kai Bröschet, Pressesprecher der Düsseldorfer Feuerwehr. „Aus allen Bereichen der Stadt erreichten uns Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern zur Wahrnehmbarkeit der Sirenen. Dieses Feedback hilft uns dabei, unsere Warnmöglichkeiten immer weiter auszubauen.“
Über das Gefahrentelefon der Landeshauptstadt meldeten sich zwischen 10.45 Uhr und 12 Uhr insgesamt elf Bürgerinnen und Bürger (März 2025: 21), um über ihre Wahrnehmung der Sirenensignale zu berichten. Zusätzlich gingen 218 Rückmeldungen (März 2025: 86) über soziale Medien wie Facebook, Instagram und X bei der Feuerwehr und der Stadt Düsseldorf ein. Besonders stark genutzt wurde das Umfragetool, über das viele Menschen ihre Erfahrungen mitteilten. Insgesamt erreichten die Feuerwehr über diesen Weg 550 Rückmeldungen. Das Umfragetool wurde gemeinsam von der Feuerwehr sowie dem Amt für Statistik und Wahlen entwickelt und kam erstmals beim bundesweiten Warntag im Herbst 2025 zum Einsatz.
Wie bereits bei vergangenen landes- und bundesweiten Warntagen beteiligten sich auch diesmal die Rheinbahn sowie das Amt für Verkehrsmanagement an der Aktion. Auf insgesamt 680 Informationstafeln an Rheinbahn-Haltestellen im Stadtgebiet wurde bereits seit den frühen Morgenstunden auf den bevorstehenden Sirenenprobealarm hingewiesen. Auch auf den Verkehrsinformationstafeln im gesamten Stadtgebiet erschienen entsprechende Hinweise. Dadurch wurden nicht nur Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger informiert, sondern auch viele Pendler erreicht, die sich während des Tests in der Landeshauptstadt aufhielten.
Zwei Bürgerinnen und Bürger (März 2025: 5) wählten während des Probealarms den Notruf 112, weil sie den Hintergrund des Funktionstests nicht kannten oder unsicher waren, wie sie reagieren sollten. Im Vergleich zum letzten Jahr (März 2025: 2) meldeten sich in diesem Jahr keine Anruferinnen und Anrufer über die Amtsnummer der Feuerwehr, um sich über den Ablauf des Tests zu informieren. Positiv ist, dass die meisten Menschen durch die Berichterstattung in den Medien und in den sozialen Netzwerken bereits informiert waren. Viele meldeten aus verschiedenen Stadtteilen zurück, ob und in welcher Lautstärke die Sirenen zu hören waren.
Lediglich beim Einwählen der Feuerwehr in das laufende Radioprogramm von Antenne Düsseldorf kam es zu einer technischen Beeinträchtigung. Dies zeigt, wie wichtig regelmäßige Tests wie der Warntag sind: Sie helfen dabei, mögliche Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und zu beheben.
Die Ergebnisse der gesamten Auswertung des Warntags dienen außerdem dazu, mögliche Beschallungslücken durch zusätzliche Sirenenanlagen zu schließen oder bestehende Anlagen zu verbessern, um die Wahrnehmbarkeit der Sirenensignale weiter zu erhöhen. Noch bis Samstag, 14. März 2026, können Interessierte an der Online-Umfrage der Stadt unter www.duesseldorf.de/umfrage-warntag teilnehmen und ihr Feedback zum diesjährigen landesweiten Warntag abgeben.




