Düsseldorf – Zum Jahresende 2025 waren es 11.580 Personen (Quelle: IT NRW). Im Vergleich zum Jahresende 2021 ist diese Zahl um 17,7 % (+1.720 Personen) gestiegen. Seit den Rentenreformen im Jahr 2000 ist das Rentenniveau von rund 53 Prozent auf nur noch 48 Prozent abgesenkt worden. Deswegen sind mehr Rentner:innen als je zuvor auf Grundsicherung im Alter angewiesen.
Für den DGB steht fest: Wer Jahrzehnte gearbeitet hat, muss sich auf eine ausreichende Rente im Alter verlassen können. Deshalb darf das derzeitige Rentenniveau auf keinen Fall weiter absinken. Im Gegenteil: Es muss auf mindestens 50 Prozent steigen. Von einer armutsfesten gesetzlichen Rente profitiert auch die junge Generation. Die entscheidende Frage lautet: Woher kommt das Geld? Wer wie der Bund auf der Einnahmeseite ein Problem hat, muss dort ansetzen – nicht allein auf der Ausgabenseite kürzen. Vermögen, das für sich selbst arbeitet, bleibt aber bisher weitgehend unbelastet. Eine faire Besteuerung von Kapitalvermögen würde die Rentenfinanzierung langfristig sichern.
„Nur ein ausreichendes Rentenniveau ermöglicht eine auskömmliche Rente. Werden die Konzepte umgesetzt, die derzeit auf dem Tisch liegen, wird sich der Trend fortsetzen und immer mehr Menschen werden in die Grundsicherung abrutschen. Es ist es falsch, das Rentenalter pauschal zu erhöhen und den Renteneintritt an die Lebenserwartung zu koppeln – denn das geht an der Realität viel zu vieler Menschen vorbei. Viele schaffen es schon heute nicht, gesund bis zum Renteneintritt zu arbeiten. Dringend notwendig ist auch die Abschaffung der versicherungsfreien Minijobs. Vor allem Frauen arbeiten in dieser prekären Arbeitsform und können so nicht für ihre Rente vorsorgen. Die Folge: Überdurchschnittlich oft sind Frauen von Altersarmut betroffen. Tendenz steigend. Wir brauchen höhere Löhne, mehr tarifgebundene und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge auf Basis von Tarifverträgen gehört ebenfalls dazu. Das ist der beste Schutz gegen Altersarmut“, so die Vorsitzende des DGB-Stadtverbandes Düsseldorf Sigrid Wolf.




