Düsseldorf – Die Partie begann mit viel Tempo. Der DEG gelang es, die Geschwindigkeit für sich zu nutzen und die Freiburger Gäste rund um den EHC-Kasten zu beschäftigen. Rot-Gelb war dem frühen Führungstreffer nah, doch das 1:0 erzielte die Gegenseite: Ein Rückhandpass im eigenen Drittel fiel Shawn O´Donnell in den Schläger, der aus kurzer Distanz keine Mühe hatte, bei 3:07 Bednard zu überwinden. In der Folge zeichnete sich das Spiel der Freiburger ab: Dicht gestaffelt im Slot stehen und körperlich verteidigen. Trotz der deutlich höheren Spielanteile auf rheinischer Seite, kam der EHC zu wenigen Chancen, die dafür eine umso höhere Qualität aufwiesen. Das erste Powerplay der Rot-Gelben schloss sich diesen Beobachtungen an. Die DEG biss sich die Zähne aus, die Schwarzwälder hielten die Null. Kurz vor Ende des ersten Drittels, erhielt Eero Elo die Scheibe an der gegnerischen blauen Linie, zog unbedrängt tief in den Slot und schloss bei 18:29 erfolgreich ab – 2:0 Freiburg. Die Belohnung für einen bis dahin disziplinierten Gastauftritt.
Im Mittelabschnitt ergab sich zu Beginn das bekannte Spiel: Die DEG stand hoch, kombinierte und schoss – nur nicht in das Tor. Es war wie verhext, das Spielgerät wollte partout nicht ins Netz. Eine Aufzählung der Torchancen auf Düsseldorfer Seite wäre maßlos. Die Breisgauer fuhren nur gelegentlich Konter – bis zum Powerbreak zwei – dafür brannte es jedes Mal lichterloh. Düsseldorf fand keinen Weg gefährlich zu werden. Dahingegen wurden die Wölfe selbstbewusster, konnten häufiger befreien und die Scheibe laufen lassen. Plötzlich verkehrte Welt. Die DEG konterte: Kevin Orendorz hatte auf der linken Seite Platz und Zeit und bediente Ture Linden bei 36:33 am langen Pfosten. Der verdiente Anschlusstreffer im sonst ereignisarmen zweiten Drittel. Nennenswert: Kapitän und Verteidiger Max Faber traf im Fallen sehenswert die Latte und verpasste den Ausgleich nur knapp (37.). Den Schwung aus den letzten Minuten galt es in den Schlussabschnitt zu übernehmen.
Das letzte Drittel startete mit einem Überzahlspiel für die DEG, das ungenutzt blieb. Kurz nach dem Powerplay hatten dann die Gäste den dritten Treffer auf dem Schläger, doch Bednard ging aus dem Break-Away als Sieger heraus. Nur Sekunden darauf tauchte Linden allein vor Goalie Patrik Cerveny auf – auch hier war der Schlussmann erfolgreich (44.). Der Schlussabschnitt war der unstrukturierteste von allen. Es ging hoch und runter, Chancen auf beiden Seiten. Was blieb, war die konsequente Verteidigung der Freiburger, die es den Düsseldorfern am Freitagabend mehr als schwer machte. Nach dem Powerbreak schaltete die DEG eins, zwei Gänge hoch und lief an – Welle für Welle. Doch ein Durchkommen gab es zunächst nicht. Trainer Harry Lange nahm die Auszeit und zog den Goalie. Und dann: Bei 58:12 versenkte Yushiroh Hirano den Puck per Onetimer im Netz – 2:2! So einfach kann es manchmal sein!
In der Overtime gab es ein leichtes Chancenplus auf Seiten der Freiburger zu verzeichnen, die schlussendlich näher als die Düsseldorfer am Tor waren. Auch in den entscheidenden fünf Minuten gestaltete die DEG vieles zu kompliziert. Es ging ins Penaltyschießen.
Im Shoot-Out ging die DEG in Person von Hirano sehenswert mit 1:0 in Führung. O´Donnell glich auf der Gegenseite aus. Nach sechs Schützen stand es 1:1. So kam es zum Duell zwischen O´Donnell und Hirano: Erneut tanzte der Japaner den Wölfe-Goalie aus und sicherte den Zusatzpunkt.




