Ausblick auf Bauarbeiten im Umfeld der Bergischen Landstraße

Entlang der Bergischen Landstraße (B7) stehen in den kommenden Jahren umfangreiche Bauarbeiten an der öffentlichen Infrastruktur an.

Düsseldorf – Bestehende Versorgungsleitungen der Netzgesellschaft Düsseldorf (NGD) werden verlegt, um anschließend die erforderlichen Kanalsanierungen des Stadtentwässerungsbetriebs (SEBD) vornehmen zu können. Vor diesem Hintergrund haben sich die beteiligten Akteure der NGD, des SEBD und der Landeshauptstadt mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik sowie lokalen Interessensgemeinschaften am Dienstagabend, 20. Januar 2026, zu einem Austausch im Rathaus Gerresheim getroffen. Ziel war es, über die geplanten und aufeinander abgestimmten Bauarbeiten zu informieren sowie den Ablauf der Arbeiten in den kommenden Jahren darzustellen.

Die Bauprojekte

Der SEBD verfolgt mit der Sanierung des in der Bergischen Landstraße verlegten sogenannten „Doppelstockkanals“ für das Schmutz- und Niederschlagswasser die konsequente Fortsetzung des Gewässerschutzes für den Pillebach. In der Folge entstehen dadurch entlang der Bergischen Landstraße mehrere Großprojekte. Im Mittelpunkt stehen koordinierte Arbeiten der NGD und des SEBD: Bestehende Versorgungsleitungen der NGD werden verlegt, um anschließend die erforderlichen Kanalsanierungen des SEBD ausführen zu können. Die Arbeiten erstrecken sich vom Waldweg zwischen Am Gallberg und Bergischer Landstraße über die Bergische Landstraße bis zur Kreuzung Blanckertzstraße.

Der bauliche Ablauf

Die Leitungsarbeiten der NGD haben bereits begonnen. Die Arbeiter sind noch bis zum vierten Quartal 2026 sukzessive im Einsatz. Die Erneuerung der vorhandenen Strom-, Gas- und Wasserleitungen trägt zu einer verbesserten Versorgungssicherheit für die kommenden Jahrzehnte bei. Daran anschließend und ebenfalls sukzessive erneuert der SEBD die Regen- und Schmutzwasserkanäle. Diese Arbeiten werden voraussichtlich bis August 2030 andauern. Die Umsetzung erfolgt dabei jeweils abschnittsweise, sodass die vorhandenen Verkehrsbeziehungen grundsätzlich aufrechterhalten bleiben können.

Parallel dazu laufen Planungen für städtebauliche Entwicklungen im Umfeld, unter anderem für die Neubaugebiete „Am Bongard“ und „östlich Blanckertzstraße“. Die Entwicklung der bislang ungenutzten Bergischen Kaserne ist aktuell ausgesetzt, da sich das Gelände im Eigentum des Bundes befindet und die Bundeswehr eine mögliche weitere Nutzung prüft. Dennoch werden auch diesbezügliche Entwicklungen miteinbezogen, wenn es sich in dem Zusammenhang konkretisiert.

Die Gestaltung des Straßenraums

Die Landeshauptstadt wird den Straßenraum der Bergischen Landstraße in diesem Abschnitt parallel zu den laufenden Arbeiten von NGD und  SEBD neu überplanen, um den Straßenabschnitt nach Abschluss der Leitungs- und Kanalarbeiten in einem leistungsfähigen Ausbau wiederherzustellen. Im Zusammenhang mit der beschriebenen städtebaulichen Entwicklung entstehen neue verkehrliche Ansprüche. Um diesen gerecht zu werden, erstellen die Mitarbeitenden des Amtes für Verkehrsmanagement Verkehrsprognosen auf Grundlage von Modellrechnungen. Daraus abgeleitete Vorkehrungen helfen, die zukünftigen Verkehre im Gebiet leistungsfähig und verträglich zu organisieren.

„Ich freue mich über die rege und konstruktive Beteiligung aus der Zivilgesellschaft am heutigen Abend“, sagte Katharina Metzker, Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement. „Wir konnten die ineinandergreifenden Bauabschnitte anschaulich erläutern und viele Fragen beantworten.“

Auch die Netzgesellschaft Düsseldorf zieht eine positive Bilanz. „Die sichere Versorgung der Düsseldorferinnen und Düsseldorfer hat für uns stets oberste Priorität. Wir wissen, dass unsere Baustellen oft eine Belastung für die Menschen im Umfeld darstellen. Allerdings sind sie für eine nachhaltige Versorgungssicherheit notwendig. Deshalb legen wir viel Wert darauf, uns eng mit der Landeshauptstadt abzustimmen und die Öffentlichkeit zu informieren. Der heutige Abend ist ein gutes Beispiel dafür“, erläutert Torben Beisch, Geschäftsführer der Netzgesellschaft Düsseldorf.

Dem schließt sich der Stadtentwässerungsbetrieb an: „Die koordinierte Vorgehensweise der beteiligten Ämter ermöglicht den Neubau des Kanals in der Bergischen Landstraße und somit die notwendige Neuordnung der Abwasserentsorgung in Ludenberg“, erklärt Frank Heuner, Technischer Betriebsleiter des Stadtentwässerungsbetriebes. Und ergänzt: „Die Beteiligung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger ist uns dabei ein großes Anlegen.“

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