Stadt Bocholt sendet Generatoren in die Ukraine

Für die ukrainische Stadt Werchniodniprowsk haben die Stadt Bocholt und der Verein „Helfende Hände St. Josef Bocholt“ jetzt technische Hilfe in Form leistungsstarker Generatoren sowie 125 Elektro-Heizungsgeräte im Rahmen der Soforthilfe bereitgestellt.

Bocholt – Die Lieferung wird bereits am kommenden Wochenende in der Ukraine eintreffen. Hintergrund war ein dringendes Ersuchen von Bürgermeister Gennadii Lebid an Bocholts Bürgermeister Christian Mangen. In Werchniodniprowsk galt es, den Betrieb von Schulen, Heizungsanlagen und zentralen Anlaufstellen für die Bevölkerung trotz massiver Stromausfälle abzusichern.

Die Stromversorgung in Werchniodniprowsk ist infolge anhaltender Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur derzeit äußerst kritisch. Es kommt zu langen und unvorhersehbaren Ausfällen von 10 bis 16 Stunden, während gleichzeitig winterliche Temperaturen, die auch tagsüber weit unter dem Gefrierpunkt liegen, den Alltag belasten. „Ohne verlässliche Notstromversorgung können Heizungsanlagen nicht stabil betrieben und Schulkantinen nicht genutzt werden.“, so Bürgermeister Lebid, „ein Risiko für Gesundheit, Bildungsbetrieb und soziale Stabilität.“

Umfang der Unterstützung: Drei Großgeneratoren plus Elektroheizungen

Für die Einrichtung von drei Notfallstützpunkten als zentrale Anlaufstellen in zwei Schulen und einem Gemeindehaus wurden durch die Stadt Bocholt und vom Verein „Helfende Hände St. Josef Bocholt e.V.“ Generatoren und Heizungen beschafft. Die Geräte waren in der Nachbarstadt Rhede vorrätig und wurden für den Transport im Rahmen eines Konvois am 27. Januar 2026 in die Ukraine gefahren.

Die Stadt Werchniodniprowsk hat eine gezielte, verantwortungsvolle und transparente Nutzung zugesichert: Die Generatoren werden fest definierten Objekten zugeordnet, bilanziert und ausschließlich für Bildungseinrichtungen sowie die öffentliche Sicherheit eingesetzt. Damit soll sichergestellt werden, dass Schulen auch bei Stromausfällen beheizt bleiben, Mahlzeiten für Kinder möglich sind und die eingerichteten Heizstellen – insbesondere für ältere Menschen, Familien mit Kindern und Binnenvertriebene – verlässlich funktionieren.

xity.de
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