Bocholt – Hauptveranstalter wird der Verein Bocholter Kunst- und Kulturgemeinschaft (KuKuG) sein, in Kooperation mit der Stadt Bocholt, dem Stadtmuseum sowie weiteren Bocholter Kultureinrichtungen. Ein Veranstaltungsprogramm für die erste Hälfte dieses Jahres liegt vor Ort, im LernWerk und demnächst an weiteren Kultur- und Bildungsstätten aus.
Der Verein KuKuG vereint rund 60 Kulturschaffende der sogenannten freien Szene aus Bocholt und Umgebung, unter anderem auch aus den Niederlanden, in seinen Reihen. Sie vertreten verschiedenste Genres, von der Malerei über Bildhauerei, Objekt- und Installationskunst und Fotografie bis hin zu Literatur und darstellender Kunst. „Kostproben“ davon wurden im Rahmen zweier Eröffnungsveranstaltungen mit insgesamt rund 250 Besucherinnen und Besuchern präsentiert und sind noch bis zum 26. Februar zu sehen.
Die Kunst- und Kulturgemeinschaft nutzt die Einrichtung mit Veranstaltungsräumen von jeweils rund 140 Quadratmetern im Parterre und Obergeschoss zum einen als Vereinssitz unter anderem auch für interne wie externe Vorträge, Diskussionen, Workshops. Zum anderen werden aus dem eigenen kreativen „Repertoire“ sowie in Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern oder auch Künstlergruppen Veranstaltungen organisiert und angeboten – Einzelveranstaltungen ebenso wie mehrwöchige Ausstellungen.
Als wesentlichen Punkt der ehrenamtlich geleisteten Kulturarbeit des Vereins nannte der Vorsitzende Joachim Freund in seiner Eröffnungsrede, vielfache Zugangs- und Berührungsmöglichkeiten zur Kunst herzustellen – mittels darauf ausgerichteter Formen der Präsentation ebenso wie bei Begegnung und Austausch mit Kulturschaffenden. Unter anderem ist an offene Atelierarbeit gedacht, die auch außerhalb des Gebäudes an der Aa stattfinden kann.
Vor dreieinhalb Jahren wurde KuKuG mit einer solchen Zielsetzung speziell für diesen Ort gegründet. Das LernWerk und dessen Anbau, so der Vereinsvorsitzende, markierten einen kulturellen Fixpunkt am Rande der Innenstadt, und hier beginne das zunehmend wachsende Kubaai-Quartier, das immer mehr Menschen für Spaziergänge, zum Radeln oder Spielen nutzten. Dann sollen sie das Angebot im Appendix entdecken und sich ihm neugierig nähern. „Wir laden sie ein, uns zu beschnuppern, auszuprobieren“, so Joachim Freund. In einem Grußwort hob Bocholts erste stellvertretende Bürgermeisterin Gudrun Koppers das Potenzial des Standortes hervor und betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit unter den Kulturschaffenden in der Stadt.
Der neue Kulturort ist von der Industriestraße rechter Hand des LernWerk-Gebäudes sowie auch rückseitig vom Weg entlang der Aa erreichbar. Er hat die eigene Adresse Herdingstraße 5 und ist während Ausstellungen wie der aktuell stattfindenden donnerstags, samstags und sonntags jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet.




