Bocholt – Im Rahmen der regelmäßigen Baumkontrollen stellten Fachleute bei insgesamt zehn Roteichen eine deutliche Schwächung fest, die auf eine Pilzerkrankung zurückzuführen ist. Aus Sicherheitsgründen müssen diese durch den Entsorgungs- und Servicebetrieb entfernt werden.
Um eine verlässliche Aussage über den Zustand der Bäume treffen zu können, wurden im Vorfeld eingehende Untersuchungen mittels Bohrwiderstandsmessungen durchgeführt. Diese Messungen bestätigten die Befürchtungen der Expertinnen und Experten: Die verbliebene Restwandstärke der Stämme erfüllt keine ausreichende statische Funktion mehr, was die Standfestigkeit der betroffenen Bäume unmittelbar gefährdet.
Ursächlich für den schlechten Zustand der Eichen ist der Befall durch holzzerstörende Pilze wie den Lackporling. Dieser Pilz verursacht im Inneren des Stammes eine sogenannte Weißfäule, bei der sowohl Lignin als auch Zellulose abgebaut werden. Dadurch wird das Holz morsch. Solche Pilzinfektionen treten verstärkt bei Bäumen auf, die bereits durch komplexe äußere Umstände, wie langanhaltende Trockenheit oder schwierige klimatische Bedingungen, geschwächt sind. An den bereits gefällten Stämmen lässt sich die Auswirkung des Befalls deutlich erkennen: Das Holz ist im Kernbereich weitgehend verrottet. Sichtbar ist dabei auch eine dunkle Barrierezone, mit welcher der Baum versuchte, die Ausbreitung des Pilzes abzugrenzen.
Im Anschluss an diese dringlichen Sicherheitsmaßnahmen folgen ab Mitte März 2026 weitere planmäßige Waldpflegemaßnahmen im gesamten Gebiet des Stadtwaldes. Diese Arbeiten konzentrieren sich primär auf die Bereiche entlang der Wege und Plätze, um die Verkehrssicherheit langfristig zu sichern.
In diesem Zuge werden rund 250 Einzelbäume verschiedener Arten, darunter Eichen, Buchen und Kiefern, entfernt. Zudem ist die Durchforstung eines zusammenhängenden Pappelbestandes vorgesehen, um den verbleibenden Bäumen bessere Wachstumsbedingungen zu ermöglichen und den Wald nachhaltig zu stärken.




