Hanau treibt barrierefreien Ausbau des ÖPNV weiter voran

Mit dem Ausbau setzt die Stadt Hanau den barrierefreien Ausbau ihrer Bushaltestellen fort und gestaltet zehn Haltstellen in den Stadtteilen Lamboy, Nordwest und Kesselstadt barrierefrei um.

Hanau – Eine entsprechende Beschlussvorlage mit einem Kostenvolumen von rund 1,08 Millionen Euro wird der Stadtverordnetenversammlung zur Entscheidung vorgelegt. Der Magistrat der Stadt stimmte in seiner Sitzung am 14. September bereits zu. Der Ausbau steht unter dem Vorbehalt eines positiven Förderbescheids des Landes Hessen.

„Ein gut erreichbarer öffentlicher Nahverkehr ist ein wichtiger Bestandteil der Mobilität in unserer Stadt. Barrierefreie Haltestellen erleichtern insbesondere Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, älteren Menschen sowie Fahrgästen mit Kinderwagen den Ein- und Ausstieg. Mit den zehn weiteren Haltestellen setzen wir den Ausbau im Stadtgebiet konsequent fort“, sagt Stadträtin Hemsley.

Vorgesehen ist der barrierefreie Ausbau der Haltestellen Johann-Carl-Koch-Straße Nord und Süd im Lamboy, Hohe Landesschule Süd, Alter Rückinger Weg Nord und Süd sowie Weiherfeld im Stadtteil Nordwest und Pumpstation Nord und Süd sowie Friedenskirche Nord und Süd in Kesselstadt.

Die Maßnahme ist Teil des stadtweiten Programms zum behinderten- und niederflurgerechten Ausbau der Bushaltestellen. Von derzeit 359 Haltestellenpositionen im Hanauer Stadtgebiet sind bereits 266 barrierefrei umgestaltet. Mit den nun vorgesehenen Maßnahmen würde sich die Zahl auf 276 erhöhen.

Die Haltestellen werden als Fahrbahnrandhaltestellen beziehungsweise Buskaps ausgebaut. Dadurch können die Busse möglichst parallel an den Haltestellenbereich heranfahren. Vorgesehen sind Sonderbordsteine auf einer Regellänge von 18 Metern. Die Warteflächen werden auf 22 Zentimeter über Fahrbahnniveau angehoben, um den Ein- und Ausstieg zu erleichtern. Taktile Leiteinrichtungen im Bodenbelag sollen blinden und sehbehinderten Menschen die Orientierung ermöglichen.

Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten können drei der Haltestellen nicht an ihrer bisherigen Position barrierefrei ausgebaut werden. Die Haltestellen Johann-Carl-Koch-Straße Nord und Süd sowie Alter Rückinger Weg Nord sollen daher geringfügig an eine geeignete Stelle im jeweiligen Straßenverlauf verlegt werden.

Für den Ausbau sind Kosten in Höhe von rund 1,08 Millionen Euro vorgesehen. Die Stadt Hanau hat beim Land Hessen Fördermittel für die Maßnahmen beantragt. Eine Entscheidung über die Förderanträge wird im dritten Quartal 2026 erwartet.

xity.de
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