Hanau beteiligt sich an „Woche der Klimaanpassung“

Die extremen Hitzewellen in den vergangenen Monaten haben erneut deutlich gemacht, wie wichtig Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel sind, vor allem in den Innenstädten.

Hanau – Wie diese vor Ort schon aussehen oder verbessert werden können, zeigen zwei Veranstaltungen des Amts für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz der Stadt Hanau im Rahmen der der diesjährigen, bundesweiten „Woche der Klimaanpassung“ vom 14. bis 20. September 2026. Mit dem Förderprogramm „Hanau grünt auf“ unterstützt die Stadt Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer im Lamboy und Hanau-Nordwest bis hin zur Bruchköbeler Landstraße dabei, ihre Grundstücke zu begrünen und so das Wohnumfeld zu verbessern. Mit einer Förderung von 75 Prozent der förderfähigen Kosten unterstützt die Stadt unter anderem Entsiegelungsmaßnahmen, Dach- und Fassadenbegrünungen sowie den Einbau von Zisternen.

Welchen positiven Einfluss solche Maßnahmen auf das Mikroklima auf dem eigenen Grundstück haben, wie diese möglichst einfach umsetzbar sind und wie unkompliziert die Antragsstellung für die Förderung abläuft, darum geht es bei der Veranstaltung „Hanau grünt auf! Das Förderprogramm in Theorie und Praxis“ am Dienstag, 15. September, von 18 bis 19.30 Uhr im Brockenhaus (Lamboystraße 52, 63452 Hanau). Im Anschluss an den Vortrag wird in direkter Nachbarschaft ein gefördertes Begrünungsprojekt der Kita Sophie-Scholl besichtigt.

Am Freitag, 18. September, von 17 bis 18.30 Uhr, können Interessierte bei einem Klima-Spaziergang durch die Hanauer Innenstadt unter anderem die thermischen Unterschiede zwischen Grünflächen und versiegelten Flächen kennenlernen. Dazu werden vor Ort Oberflächen- und Lufttemperaturen in Echtzeit gemessen und mit der Hanauer Stadtklimaanalyse verglichen. Außerdem lernt die Gruppe an ausgewählten Orten in der Innenstadt gute Praxisbeispiele zur Klimaanpassung kennen.

Der Spaziergang beginnt am Umweltzentrum Hanau (Philipp-August-Schleissner-Weg 2, 63452 Hanau) und führt zunächst in die innenstadtnahe Kinzigaue, die einen bedeutenden Beitrag zum Hochwasserschutz der Stadt Hanau leistet und zur Naherholung dient. Es geht weiter zum Trinkwasserbrunnen am Freiheitsplatz, wo das „Refill“-Projekt thematisiert wird. Ein weiterer Stopp ist am „Mobilen Grünen Zimmer“ auf dem Platz der Wallonisch-Niederländischen Kirche bevor der Spaziergang in der Römerstraße endet, wo die Teilnehmenden etwas über sogenannte „Schwammstadtmaßnahmen“ erfahren. Falls gewünscht, kann zuvor ab 16 Uhr bereits am Hanauer Clean Up Day in der Kinzigaue teilgenommen werden, organisiert vom Team des Umweltzentrums.

Die Veranstaltungen, beide eine Kooperation des Amts für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz mit der Volkshochschule Hanau, sind kostenfrei und barrierefrei. Eine Anmeldung per Mail an fit@vhs-hanau.de ist erwünscht, spontanes Erscheinen jedoch möglich.

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