„Bayreuther, hört die Kunde!“ im Friedrichsforum

"Bayreuther, hört die Kunde!" findet am 18. August 2026 um 19:30 Uhr im Balkonsaal des Friedrichsforums statt.

Bayreuth – Friedrich Feustel unterstützte den Bau auf dem Grünen Hügel, organisierte die ersten Aufführungen und kümmerte sich um deren Finanzierung. Wenn Wagner also der musikalische Schöpfer der Festspiele war, so war Feustel ihr organisatorischer Ermöglicher.

Wie eng beide Männer verbunden waren, zeigte sich auch im Privaten: Zur Silberhochzeit Friedrich Feustels dirigierte Wagner persönlich Ausschnitte aus „Rienzi“ und schuf damit den feierlichen Rahmen für die Übergabe eines besonderen Porträts; eines Bildnisses, das er selbst als das Beste bezeichnete, das je von ihm angefertigt worden sei!

Das Friedrichsforum und die Volkshochschule Bayreuth laden zu einem besonderen Festabend ein, der diese Geschichten rund um die ersten Bayreuther Festspiele in einem festlichen Rahmen neu beleuchtet.

Prof. Ulf Klausenitzer wird Musik aus „Rienzi“ in jener seltenen Besetzung leiten, die bereits bei der Silberhochzeit Friedrich Feustels unter dem Dirigat Richard Wagners erklang. (Rekonstruierte Fassung).

Dr. Adrian Roßner richtet den historischen Blick auf Friedrich Feustels Wirken in und für Bayreuth mit besonderem Fokus auf die Entstehung der Festspiele. Dabei werden auch bislang wenig oder gar nicht bekannte Dokumente aus der Sammlung Barbara Froemels vorgestellt.

Luca Brenk schließlich erzählt die spannende Geschichte des Wagner-Porträts, das Friedrich Feustel einst geschenkt wurde und dessen wechselvolle Geschichte stellenweise einem Kunstkrimi gleicht. Als besonderer Ehrengast wird Barbara Froemel, Nachfahrin Friedrich Feustels und frühere Eigentümerin des Porträts, auf der Bühne begrüßt.

Im Anschluss an die Veranstaltung findet eine einmalige Präsentation statt, in deren Zentrum das Wagner-Porträt steht, das einst im Auftrag Ludwigs II. von Hofmaler Joseph Bernhardt angefertigt worden war. Familie Feustel wird parallel dazu ein Porträt Friedrich v. Feustels für diesen einen Abend zur Verfügung stellen, das eigens aus Lindau nach Bayreuth gebracht wird. Auf diese Weise werden die Bildnisse der beiden berühmten Bayreuther im Rahmen des Festspieljubiläums zum ersten Mal überhaupt gemeinsam der Öffentlichkeit präsentiert.

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