Bamberg – Wie fühlt es sich an, gebraucht zu werden – ganz konkret im eigenen Stadtteil? Und wie kann Engagement aussehen, das zum eigenen Leben passt? Antworten auf diese Fragen bot die erste Informationsveranstaltung des Modellprojekts Care im Quartier, die Ende Januar 2026 im Stadtarchiv Bamberg stattfand.
Rund zwanzig interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung des Care-im-Quartier-Teams, um mehr darüber zu erfahren, wie nachbarschaftliches Engagement und solidarische Unterstützung im Quartier ganz praktisch gelebt werden können. Von Anfang an war spürbar: Hier geht es nicht um starre Konzepte, sondern um Menschen – und um das, was sie einbringen möchten.
Gemeinsam führten die Ehrenamtskoordinatorinnen Elke Milde (Stadtteilbüro Gartenstadt), Sabrina Döring (Stadtteilbüro Hain) und Ehrenamtskoordinator Stefan Pauer (Quartiersbüro am Tivolischlösschen, Bamberg-Ost) durch den Abend und erklärten die Idee von Care im Quartier vor sowie die unterschiedlichen Möglichkeiten sich ehrenamtlich ins Projekt einzubringen.
Sabrina Döring bringt es auf den Punkt: „Wir können wirklich für jede und jeden, der sich engagieren möchte, den passenden Rahmen finden – von punktueller Mithilfe bei Veranstaltungen der Quartiersarbeit bis hin zur intensiveren Unterstützung im Rahmen einer Sorgegemeinschaft. Das freut mich einfach wirklich.“
Care im Quartier setzt genau hier an: Ehrenamtliche können sich flexibel einbringen, ihre eigenen Stärken nutzen und entscheiden, wie viel Zeit und Nähe sie geben möchten. Ob bei gemeinsamen Spaziergängen, kleinen Alltagshilfen, im Quartiersbüro oder als Teil einer verlässlichen Sorgegemeinschaft.
Ziel des Projekts ist es, in den Stadtteilen Hain, Bamberg-Ost und Gartenstadt lebendige Netzwerke aufzubauen, die älteren Menschen ein möglichst selbstbestimmtes Leben im vertrauten Umfeld ermöglichen und gleichzeitig Begegnung, Austausch und Solidarität fördern. Die Ehrenamtskoordinatorinnen und -koordinatoren in den Quartieren freuen sich über alle, die neugierig sind und Lust haben, Teil einer sorgenden Gemeinschaft zu werden.




