Wertheim – Besucherinnen und Besucher jeden Alters erwartet ein vielfältiges Programm mit Ausstellungen, Workshops, Diskussionen, Musik, Theater, Filmvorführungen und interaktiven Angeboten. „Die Lange Nacht bietet vieles, bei dem man mitmachen kann – aber nicht muss“, sagte Dr. Monika Schaupp. Die Leiterin des Archivverbunds Main-Tauber stellte das Programm gemeinsam mit Kathleen Nitschel, Leiterin des Referats Kultur der Stadtverwaltung, sowie Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Vereine und Organisationen bei einem Pressegespräch vor.
Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez eröffnet die Lange Nacht der Demokratie um 17 Uhr im Saal des Kulturhauses. Anschließend präsentiert sich dort die Vorbereitungsklasse der Comenius Realschule. Der Frauenverein hat seinen Beitrag unter den Titel „Das Land, in dem ich leben will“ gestellt. Eberhard Feucht am Klavier sowie Hilmar Keller und weitere Mitwirkende tragen Texte für Demokratie und gegen Hass und Ausgrenzung vor.
Auch der Förderkreis Schlösschen im Hofgarten beteiligt sich an der Eröffnungsveranstaltung. Pianist Frederic Otterbach spielt Werke von Schostakowitsch. Ab 19 Uhr folgt im Kulturhaussaal eine Musik-Kabarett-Show mit dem Berliner Duo Sandra Jankowski und Frank Klaffke.
Im Kulturhaus gibt es weitere Beiträge zur Langen Nacht der Demokratie. Die Stadtbücherei zeigt die interaktive Ausstellung „Lesen.Reden.Mitgestalten“. Die Schauspielgruppe „Gewölbegaukler“ des Convenartis Kunstvereins gestaltet szenische Interaktionen zum Thema des Abends. Beim Verein „Willkommen in Wertheim“ berichten Wertheimer Neubürgerinnen und Neubürger über ihr Ankommen und Einleben in der Stadt. Jugendliche ab 13 Jahren können im Kulturhaus beim VHS-Workshop „#fitfordemocracy“ an einem interaktiven Parcours teilnehmen. Auf kreative Weise entdecken sie dabei, was Demokratie ausmacht.
Der Frauenverein zeigt in seinen Räumen die Ausstellung „Mütter der Demokratie“. Zudem sind Besucherinnen und Besucher eingeladen, ihre Gedanken zur Frage „Was habe ich in letzter Zeit für die Demokratie getan?“ einzubringen. „Fragen über Fragen“ – und hoffentlich die eine oder andere Antwort – gibt es beim „Speed-Dating: Miteinander im Gespräch sein!“ des Evangelischen Kirchenbezirks Wertheim unter der Leitung von Dekanin Wibke Klomp.
Auch die Aula Steige ist Schauplatz von Veranstaltungen im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie. Bereits ab 15 Uhr bietet die Kommunale Jugendarbeit hier den kreativen Workshop „Demokratie = Vielfalt!“ an. Die Comenius Realschule und das Familienzentrum zeigen im Rahmen der Initiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ Schülerbeiträge zu den Fragen „Wie will ich leben?“ und „Wie soll meine Zukunft aussehen?“.
Im Roxy Kino arbeiten der Filmclub, der Historische Verein, der DRK-Kreisverband und das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium zusammen. Gezeigt werden zwei Kurzfilme, die Migration, Diskriminierung und demokratische Teilhabe thematisieren. Zwischen den Filmen lesen Schülerinnen und Schüler der Theater-AG des Gymnasiums aus dem Buch „Die Ermittlung“ von Peter Weiss.
„Demokratie fällt nicht vom Himmel“ lautet der Titel eines vielfältigen Programms in der katholischen Kirche St. Venantius. Erlebnisstationen, Impulse, Orgelmusik und Gesprächsangebote laden dort zum Mitmachen und Nachdenken ein. Ab 21.30 Uhr klingt die Lange Nacht der Demokratie hier gemeinsam aus.
Erstmals flankiert ein Begleitprogramm die Lange Nacht der Demokratie vor und nach dem 2. Oktober. Im Archivverbund Main-Tauber fand am 17. September bereits ein viel beachteter Vortrag über „Wieviel 1933 steckt in 2026?“ statt. Am 24. Oktober folgt das Konzert „Freiheit lernen“ im Schlösschen im Hofgarten. Es musizieren der in Deutschland lebende russische Pianist Alexey Chernov sowie ein Trio um den Wertheimer Pianisten Frederic Otterbach. Für das Konzert wird Eintritt erhoben.




